What the Fem*?

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  • Nordico_Oktober2022
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Künstlerinnen vor den Vorhang
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Kunstunterricht im Ghetto Theresienstadt

Under de/construction im Stadtmuseum Nordico: sensible Kuratierung feministischer Perspektiven in der Kunst von 1950 bis heute.

Femi­nis­mus! Ein Wort, über das hit­zig dis­ku­tiert, das igno­riert, ver­drängt und ver­tei­digt wird – kurz: ein Begriff, der pola­ri­siert. Femi­nis­mus ist sowohl ein Denk­an­ge­bot, eine Viel­falt an Theo­re­ti­sie­run­gen, eine poli­ti­sche Bewe­gung, ein Paket an For­de­run­gen und Pra­xen, als auch eine Hal­tung, eine Lebens­form, vie­le Lebens­for­men. Auf den Punkt gebracht: den einen Femi­nis­mus gibt es nicht.

Die­ Aus­stel­lung What the Fem*? ist ein Ange­bot, sich mit all die­sen The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen, sich ein­zu­füh­len, neue Per­spek­ti­ven ein­zu­neh­men, aber auch sich aus­zu­drü­cken, in Dia­log zu gehen, Fra­gen zu stel­len, Ant­wor­ten zu fin­den und neue Fra­gen zu stellen. Das Muse­um öff­net sich, um ​Femi­nis­men“ in ihrer Viel­falt zu zei­gen: zu Aus­stel­lungs­be­ginn blei­ben ein­zel­ne Wand­be­rei­che erst­mals leer. Bis zum Ende der Aus­stel­lung kön­nen und sol­len die­se Leer­stel­len durch einen Pro­zess gemein­sam mit dem Publi­kum sowie mit ein­ge­la­de­nen Aktivist*innen befüllt wer­den. Dabei kann es pas­sie­ren, dass die ursprüng­li­che Muse­ums­er­zäh­lung in Fra­ge gestellt oder unter­bro­chen wird. So flie­ßen alle paar Wochen die Ergeb­nis­se der fünf geplan­ten Arbeits­grup­pen­tref­fen ein – auch im Sin­ne einer mög­li­chen Dekonstruktion.
In sechs The­men­räu­men füh­ren zeit­ge­nös­si­sche künst­le­ri­sche Posi­tio­nen gemein­sam mit his­to­ri­schen Arte­fak­ten durch einen leben­di­gen Dis­kurs. Es geht um öster­rei­chi­sche Geschich­te mit Schwer­punkt Linz, um Fak­ten, Gefüh­le, Erfah­run­gen, sub­jek­ti­ve Wirk­lich­kei­ten und aktu­el­le Hal­tun­gen. Die Schau ver­steht sich auch als Vor­schlag, ande­ren Per­spek­ti­ven mit Neu­gier zu begeg­nen und fixe Zuschrei­bun­gen zu hinterfragen.

Radio FRO hat bei der Kuratorin Klaudia Kreslehner und der Kunstvermittlerin Karin Schneider nachgefragt, wie es sich mit Diskurs, Demokratisierung und Öffnung von zeitgenössischen Museen experimentieren läßt.

Beteiligte Künstler*innen sind Eli­sa Andes­s­ner, Lau­ri­en Bach­mann, Ingrid Bar­tel, Lin­da Bil­da, Jules Boho, Eva Bosch, Sarah Braid, Julia Bug­ram, Com­fort Arthur, Glo­ria Dim­mel, Astrid Ess­lin­ger, VALIE EXPORT, April Fow­low, Bea­tri­ce Frasl, freun­din­nen der kunst, Mar­git Grei­nö­cker, Ursu­la Gutt­mann, Con­ny Hab­bel, Rena­te Hin­ter­kör­ner, Rebek­ka Hoch­rei­ter, Dag­mar Höss, Vere­na Hofer, Susan­ne Jir­kuff, Bir­git Jür­gens­sen, Judith Kal­ten­böck, Jakob Lena Knebl, Paul Kranz­ler, Augus­te Kron­heim, Vik­to­ria Krug, Dar­i­ia Kuz­mych, Maria Lass­nig, Mela­nie Lud­wig, Ger­lin­de Mie­sen­böck, Mela­nie Moser, Sil­ke Mül­ler, Mar­git Pal­me, Mar­ga Pers­son, Moni­ka Pich­ler, Doro­thea Prig­lin­ger, Lisa Rei­ter, Anne­ro­se Riedl, Ger­lin­de Ruprecht, Ste­fa­nie Sarg­na­gel, Hel­ga Schager, Kat­ja Sei­fert, Talin Seig­mann, Sophia Süß­milch, Adria­na Tor­res Topa­ga, Iv Toshain, Vio­let­ta Wakol­bin­ger, Coco Wasa­bi, Bet­ty Wimmer.

Am Donnerstag, den 10. November, wird die Aus­stel­lung What the Fem*? Femi­nis­ti­sche Per­spek­ti­ven 1950 bis heu­te“ eröffnet. Es folgt ein dichtes, wie offenes und auch experimentell-diskursives Begleitprogramm während der gesamten Ausstellungsdauer.

 

Fotocredit: Dagmar Höss, my critical me, Aus der Serie: It‘s complicated, 2021 | Sammlung Nordico Stadtmuseum

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