Franz Rieger. Der monomanische Schreiber

Podcast
Anstifter
  • Anstifter_Juni2023
    33:26
audio
31:29 Min.
Jüdische Familiengeschichten in der NS-Zeit
audio
33:30 Min.
Begabte Bäume
audio
30:13 Min.
„Stifter und Bruckner, keine Begegnung?“
audio
39:03 Min.
Mobilmachung. Über das Private
audio
30:28 Min.
„Resilienz und Widerstand“: Lesung und Gespräch mit Sabine Scholl
audio
30:00 Min.
Auf der Suche nach Orla
audio
30:20 Min.
Adalbert Stifter aktuell - zeitlos - visionär
audio
30:00 Min.
denken - leben - schreiben: Martin Pollak im Gespräch
audio
31:06 Min.
Stifter-Briefe neu editiert

Franz Rieger gab nicht gerne Interviews, war keiner, der gern in der Öffentlichkeit stand, der sich lautstark am literarischen Markt bemerkbar machte. Jetzt eröffnet im StifterHaus eine Ausstellung zur Literatur Franz Riegers. Radio Anstifter hat mit dem Kurator Georg Hofer gesprochen.

„Das Schreiben war eigentlich schon immer vorhanden. Es war immer da.“

Heimrad Bäcker sagte einmal über ihn, er habe sich „unbemerkt durch die Jahrzehnte“ geschrieben. Immerhin war Franz Rieger schon fünfzig, als er 1973 mit seinem ersten Roman in die breitere Öffentlichkeit trat. Monomanisch hat er weitergeschrieben und ein Werk geschaffen, das in der Landschaft Stifters verortet und oft mit Thomas Bernhard verglichen wurde. Riegers Prosa ist präzise und minuziös gearbeitet, nichts Spektakuläres geschieht darin. Von der Kritik wurde er deshalb als Autor der Stille wahrgenommen. Aber die Stille in seiner Literatur hat immer etwas Unheimliches, in dem Stifter ebenso mitschwingt wie Kafka. Das verbindet Rieger nicht zuletzt mit der österreichischen Avantgardeliteratur der 1970er- und 80er-Jahre, als deren wichtigen Vertreter ihn man heute wiederentdecken sollte.

Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog zu Leben und Werk Franz Riegers.

Ausstellungseröffnung: 20.6.2023, 19:30 Uhr

Ausstellungsdauer: 21.6.2023–23.5.2024

Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 10–15 Uhr

Schreibe einen Kommentar