Sea Change – Die Kunst der Verwandlung

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zu Gast im Studio: Anna Maria Krassnigg

»SEA CHANGE – Die Kunst der Verwandlung« lautet das Motto der Herbstausgabe von Europa in Szene, dem Festival der wortwiege. SEA CHANGE ist eine Special Edition, welche die internationale und interkreative Arbeit der wortwiege in den Focus rückt. Zudem wird mit dieser Ausgabe die SEA CHANGE Initiative sowie eine bleibende internationale Spielplanschiene gleichen Namens vorgestellt. Das Festival beleuchtet in all seinen Formaten die Kunst der Verwandlung.

Den bislang programmierten Macht- und Königsdramen wird eine logische und reizvolle Alternative gegenübergestellt: SEA CHANGE. Dieses Wort William Shakespeares könnte man mit „ozeanische Verwandlung“ übersetzen. SEA CHANGE ist szenisches Gegengift zu Mechanismen der Starre, die keine Lösungen für die Probleme unserer Zeit anbieten können. Die Kunst der Verwandlung ist dem Theater eingeschrieben – wie die Kunst, verschiedenste Zugänge zu einem neuen Ganzen zu machen.

Das Meer als Bühne

Das Festival ist inspiriert vom visionären und poetischen Denken einer Virginia Woolf, aber auch eines William Shakespeare oder Fritz von Herzmanovsky-Orlando und von mediterranen Mythen wie jenen des „rasenden Roland“ (Ariostos Orlando Furioso), oder der Ovid´schen Metamorphosen. Exemplarische Erzählungen über die Kunst der Verwandlung sind in zeitgenössischen Interpretationen der wortwiege und ihrer internationalen Gäste zu erleben. Auch ästhetisch werden die historischen Kasematten einen SEA CHANGE erfahren.

Mit DIDO ist in Österreich erstmals eine Arbeit des renommierten türkischen Choreografen und Tänzers Korhan Basaran zu erleben. Ebenso im Programm die Lecture-Performance LUCY WAS NOT LONG AGO des weltweit arbeitenden Darstellers, Autors und Regisseurs Aleksandar Avec aus Zagreb. Den zentralen Rahmen von SEA CHANGE bildet ORLANDO TRIP als filmisches Musiktheater von Fox on Ice, in welchem die Verwandlungsreise der mythischen Figur Orlando in 12 Songs und Intermezzi inszeniert wird. Weitere Perlen des Festivals sind das Gastspiel CAVALIERE HUSCHER von Fritz von Herzmanovsky-Orlando in einer Inszenierung von Karl Baratta sowie OVIDS METAMORPHOSEN in einer Kostprobe der wortwiege.

Überwinden von Schwarz-Weiß-Denken

In der Gesprächsreihe SALON EUROPA wird mit prominenten Gästen die Notwendigkeit von „Verwandlungskompetenz“ im Angesicht aktueller weltweiter Herausforderungen untersucht. Die beliebte Theaterserie REDEN!, in welcher unter anderen Virginia Woolf ein prominenter Platz eingeräumt wird, widmet sich gleichfalls anhand legendärer Texte wie A Room of One‘s Own der Suche nach den Bedingungen intelligenter und effektiver Changes.

„Wir hatten einfach Lust, im Kontrast zur vorherrschenden Atmosphäre der Zementierung und Spaltung in nahezu allen Bereichen und Institutionen, ein fluides, ja maritimes Programm anzubieten, das von Visionen der Verwandlung und Lösung erzählt. Der Stier weicht dem Oktopus.“, so die künstlerische Leiterin Anna Maria Krassnigg.

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