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Glasperlenjazz
  • SEGP141223 - Glasperlenjazz -
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Black is Beautiful
Der letzte Glasperlenjazz vor Weihnachten, dem Fest der Versöhnung ( dabei wird kaum irgendwann heftiger gestritten als zu ( an ) Weihnachten.).

Was soll ich machen, der Gruppendynamik kann ich mich hier nicht entziehen. Die heutige Sendung also eine dramatisch flügelausspannende!

Um jetzt keinen bitteren Beigeschmack mitzukochen, erspare ich mir und Euch eine Aufzählung all der kochenden Ausscheidungskessel nah und fern. Kriege, Katastrophen, Bevölkerungen, die Wahnsinnige und Skrupellose an die Schalthebel der Macht setzen und last but least (!) das kollektive und ungebremste Absägen des Astes, auf dem wir sitzen. „Owe den Boch“ , wie Antonio Fian es so schön tituliert hat. Aber ich sage ja nichts dazu. Vorweihnachten ohne Frieden. Hauptsache, man sitzt selbst noch im Trockenen…

Der letzte vorweihnachtliche Glasperlenjazz bringt wenigstens viele Musikgeschmäcker ins gemeinsame Boot der Emotion. Die Superbonzen dieser Planeten investieren schon fleißig Ressourcen, um ihresgleichen oder ihre Nachkommen irgendwann an die Gestade anderer extraterrestrischer Überlebensmöglichkeiten zu befördern. Ein Boot, dessen Tickets nur um astronomische Summen zu kaufen sein werden…. Ich denke nur, sie werden nicht schnell genug sein.

Aber davor haben in diesem Glasperlenjazz noch viele auf dem breitem musikalischem Flügel Platz. Tom Waits, dem das Geld ausgeht; Vijay Iyer, der sich für uns vor Leonard Bernstein verneigt; ein im Mondlicht spazierender Sing; eine philosophierende , gerade erst von uns gegangene Carla Bley; dem Kronos Quartet, das uns für den Frieden plädierend mit dem Krieg konfrontiert; Blood ,Sweat and Tears auf einer raren Live-Aufnahme aus Wien 1972; einem erstmals höchst definitiv zum amerikanischem Rassismus stellungnehmendem Duke Ellington  mit einer überwältigenden Mahelia Jackson an seiner Seite und als hochsymbolischer Abschluss noch eine Hommage an die eben achtzigjährige Joni Mitchell mit einem Song höchster Weisheit und Einsicht , den wir alle besser den jäh brauchen werden:“ Both Sides Now“.

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