Bodenverbrauch in Österreich

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Global 2000 hat den Bodenatlas Anfang 2024 veröffentlicht. Darin werden Daten und Fakten rund um Bodennutzung und -verbrauch dargestellt. Der Biologe Dominik Linhard von Global 2000 spricht im Interview über die größten Probleme, die Österreich derzeit in punkto Boden hat.

Im Moment werden noch über elf Hektar Fläche täglich in Anspruch genommen. Das sind in etwa 15 Fußballfelder. Davon wird ca. die Hälfte versiegelt.

Wir liegen aktuell immer noch bei über elf Hektar pro Tag, was vielleicht so 15 Fußballfeldern entspricht, die täglich neu in Anspruch genommen werden. Und die Hälfte davon wird dann tatsächlich auch versiegelt. Also das ist ein sehr hoher Wert, von dem wir runterkommen müssen. Diese Flächen setzen sich aus Bauland, Verkehrsflächen und Flächen für Freizeit und Erholung zusammen. Es müssten zuerst die bestehenden, leerstehenden Flächen benutzt werden, bevor neuer Boden verbaut würde, so Linhard.

2017 waren es ungefähr 5000 bis 10.000 Flächen, in Industrie und Gewerbe Standorten, die leerstehen. Also diese Standorte vorrangig wieder zu beleben und zu nutzen muss Ziel sein, bevor man neuen Boden verbraucht und mit leerstehenden Häusern dazu ergibt das eine gesamte Fläche von 400 Quadratkilometern Leerstand, was ein riesiges Gebiet ist.

Was den Böden außerdem noch zusetze, ist die landwirtschaftliche Nutzung. Zwei Drittel der Ackerbauflächen würde für Tierfutter verwendet werden und nicht für Lebensmittelanbau für den Menschen.

Der Fleischkonsum hängt direkt auch mit dem Flächenverbrauch zusammen. Essen wir weniger Fleisch, brauchen wir weniger Flächen für Futtermittel und können somit auch Flächen aus der Nutzung nehmen, um Flächen für die Biodiversität, für den Artenschutz, für die Natur zu erhalten.

Konkrete Forderungen an die Politik von Global 2000 sind, den Bodenverbrauch radikal zu senken, auf höchstens 2,5 Hektar pro Tag. Ebenso soll auch die Renaturierung vorangetrieben werden. Das wäre essentiell um die immer öfter vorkommenden Extremwetterereignisse, wie die Hochwässer der letzten Wochen besser abfangen zu können.

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