Tag der Sehbehinderten

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Am 6. Juni ist Tag der Sehbehinderten. An diesem Tag wird auf Herausforderungen und Forderungen von blinden und sehbehinderten Menschen aufmerksam gemacht.

Susanne Breitwieser, Obfrau des Blinden- und Sehbehindertenverbands Oberösterreich, spricht im FROzine Interview über die Arbeit ihres Vereins. Es findet viel Aufklärungsarbeit statt, Personen, die an einer Sehminderung erkranken, werden von Ärzt*innen oft dort hin geschickt. Neben Beratungen, wie das Leben mit einer Sehbehinderungen bewältigt werden kann, gibt es noch vieles mehr: Feste, Sportveranstaltungen, Kindergruppen.

Eine Frau mit kurzen roten Haaren und Sonnenbrille sitzt an einem Holztisch. Sie spricht gerade.

Susanne Breitwieser

Breitwieser spricht darüber, wie Hilfsmittel den Alltag erleichtern können. Von Geräten, die die Farbe erkennen können, bis zum Assistenzhund, oder dem klassischen weißen Blindenstock. Auch das Smartphone ist eine große Hilfe, es spricht und kann mit Gesten auf dem Touchscreen benutzt werden. Touchscreen im sonstigen Alltag ist wiederum ein großes Problem für sehbehinderte Menschen. Durch die glatte Oberfläche kann nicht erfühlt werden, welche Informationen sich auf dem Bildschirm verbergen. Breitwieser erzählt über ein Erlebnis in einem Lift, der nur mit Touchscreen ausgestattet war. Sie konnte kein Stockwerk auswählen und nachdem sich die Türen geschlossen hatten, diese auch nicht mehr öffnen. Im Haushalt sind Touchscreens auch immer verbreiteter, ob Herd, Geschirrspühler oder Waschmaschine, alles Produkte, die blinde Menschen so nicht bedienen können. Das zwingt sie dann dazu, auf möglicherweise teurere Geräte ausweichen zu müssen. Es fehle die Entscheidungsfreiheit.

Sehende Menschen haben manchmal falsche Vorstellungen davon, wie das Leben von sehbehinderten Personen aussieht. Über den Mythos, dass blinde Menschen besonders gut hören würden, lacht Susanne Breitwieser. Das sei nicht wahr, nur aufmerksamer würden sie zuhören. Auch gebe es beim Kochen weniger Probleme, als Sehende sich vielleicht vorstellen könnten. Stumpfe Messer seien eher problematisch als scharfe, so Breitwieser. Was ein Mensch kann oder nicht, ist individuell, egal ob blind oder nicht. Darum soll es auch am 6. Juni gehen, den Mensch mit all seinen Facetten sehen.

Headerbild: Mikhail Nilov @pexels

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