Klimaaktivismus im Bergschlösslpark | Armut im öffentlichen Diskurs

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Klimacamp gegen Bau der A26

Der geplante Bau der A26 erhält große Kritik. Einer der Hauptgründe dafür ist die damit verbundene Rodung von 243 Bäumen im Bergschlößlpark und im Ziegeleipark. Viele dieser Bäume sind bereits über 200 Jahre alt und haben eine enorme Bedeutung für das Linzer Stadtklima.

Trotz der Kritik haben die Bauvorbereitungen bereits begonnen. Dabei blieb allerdings der Bohrkopf hängen und müsste nun über ein rund 20 Meter tiefes Loch mitten im Bergschlößlpark freigegraben werden.

Um diese Bauarbeiten zu verhindern, wurde am 19. November das Grüngürtel-Camp errichtet. Es befindet sich direkt überhalb des Bohrkopfs und soll so lange stehen bleiben, bis der Bau der Autobahn abgesagt, oder zumindest die entsprechende Volksbefragung zum Projekt abgeschlossen wurde.

Bei einer Pressekonferenz am 1. Dezember sprachen die Aktivist*innen vor Ort über ihre Bedenken bezüglich des Bauprojekts.

In dieser Sendung zu hören sind:

Am 2. Dezember haben die Rodungen trotz der Proteste bereits begonnen. Aktuelle Entwicklungen sind unter anderem auf Instagram (@/jazumgruenguertel oder @/keinea26_bergschloesslpark) zu finden.

Studie zu Armut im öffentlichen Diskurs

Am 24. November wurde im Rahmen einer Pressekonferenz eine Studie zum Thema „Armut im öffentlichen Diskurs“ präsentiert. Die Studie wurde gemeinsam von der Arbeiterkammer Wien, dem Armutsnetzwerk Österreich und der Organisation LebensGross beim Analyseunternehmen MediaAffairs beauftragt. Anwesend waren Studienleiterin Maria Pernegger, Martin Schenk (Armutskonferenz), Norman Wagner (AK Wien) und Susanne Maurer-Aldrian (LebensGroß). Bei der Studie handelt es sich um eine Textanalyse von über 2.600 medialen Beiträgen.

Zu Beginn der Pressekonferenz sprach Studienleiterin Maria Pernegger über die steigende Alltagsrelevanz von Armut. Armut sei als gesellschaftliches Thema stärker in den medialen Fokus gerückt, so die Medienanalytikerin. Es gäbe viele verschiedene Arten von Armut, die aber nicht sichtbar seien. Im Kontrast dazu stehe die starke Sichtbarkeit von Gruppen wie Obdachlosen, die einen verhältnismäßig kleinen Prozentsatz der armutsbetroffenen Menschen in Österreich darstellen würden. Auch Asylberechtigte und Asylwerbende seien im Mediendiskurs rund um Armut stark überrepräsentiert, meint Maria Pernegger von der Medienanalyse-Agentur MediaAffairs.

Laut der Studie gibt es verschiedene Narrative und Erzählmuster, die den Diskurs prägen. Was auch überrascht: in nur 8 % der von der Studie erfassten Berichte kommen Armutsbetroffene selbst zu Wort.

 

Beitragsbild: Sarah Tiefenbacher

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