In der Debatte um Sonderschulen beharrt die Salzburger Landesregierung darauf, am getrennten Unterricht für Kinder mit Förderbedarf festzuhalten. Dabei ist inklusive Bildung ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert ist. Mit deren Ratifizierung hat sich die Republik verpflichtet, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam zu unterrichten.
Bildungslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) bezeichnet die Kritik des unabhängigen Monitoring-Ausschusses und dessen Forderung nach einer gemeinsamen Schule für alle Kinder als „Sozialromantik“. Tatsächlich handelt es sich dabei nicht um eine idealistische Vision, sondern um ein völkerrechtlich verankertes Recht, das vielen Kindern weiterhin verwehrt bleibt.
Salzburg könnte hier eine Vorreiterrolle einnehmen und inklusive Bildung konsequent umsetzen. Anstatt teure Doppelstrukturen aufrechtzuerhalten, sollte gezielt in die gemeinsame Schule investiert werden – um echte Inklusion endlich Realität werden zu lassen.
Stefanie Ruep spricht in dieser Episode mit Behindertenanwältin Christine Steger über Sonderschulen in Österreich.
Mehr dazu könnt ihr im Werkspost-Kommentar „Salzburg könnte beim inklusiven Unterricht Vorreiter sein“ von Stefanie Ruep lesen.
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Redaktion: Stefanie Ruep
Produktion/Technik: Christian Veichtlbauer











