In unserer neunten Folge sprechen wir über die romantische Liebe. Dass die Liebe, wie wir sie heute kennen, nicht schon immer so existierte, zeigen wir auf, indem wir einen historischen Abriss über die Erfindung der romantischen Liebe geben. Wir blicken außerdem mit kultur- und sozialwissenschaftlicher Perspektive auf das Konzept der Liebe – Welche Liebesnormen beeinflussen, wen wir begehren? Weiters geht es um die Ehe. Ursprünglich zur Wahrung der Erbfolge und als ökonomische und soziale Absicherung gedacht, war diese nicht schon immer mit Liebe verbundnen. Im Gegenteil: Es gab Zeiten, in denen galt es als Ehebruch, den/ die eigene Eheperson leidenschaftlich zu lieben.
Und ja, Ehe und die romantische Paarbeziehung sind in der heutigen Gesellschaft die meiste Beziehungsform und diejenige, die auch institutionell und rechtlich abgesichert sind. Aber es ist keineswegs so normal und natürlich, nur eine Person zu lieben, wie uns diese Statistiken glauben lassen wollen. Wir sprechen mit dem Wissenschaftler und Sachbuchautor Stefan Ossmann von der Uni Wien über das Themengebiet, in dem er die meiste Expertise hat: Polyamorie – also jene Beziehungsformen, in der sich mehrere Menschen gegenseitig lieben können – und lernen: nicht die Liebe ist das begrenzte Gut, sondern die Aufmerksamkeit.
Musik gibt es von Wet Wet Wet, Florence and the Machine und Christy Moore.

