Bist du eher Morgenmensch oder lieber abends und in der Nacht aktiv? Sofia und Michael beschäftigen sich mit verschiedenen Chronotypen und spielen die passende Musik dazu.
Lerche, also Morgenmensch, oder doch eher die Nachteule? Die Mehrheit der Menschen liegt dazwischen, ist Typ „Taube“, also eher flexibel und anpassungsfähig. Aber welche Chronotypen gibt es tatsächlich, und was zeichnet sie aus? Mehr darüber im Frühen FROsch, der Morgenshow von Radio FRO.
Chronotypen
Chronotyp ist der Fachbegriff für die innere Uhr beziehungsweise den bevorzugten Schlaf-Wach-Rhythmus.
- Lerche (Morgentyp): Lerchen wachen früh auf, und werden abends auch früh müde. Außerdem fällt ihre Leistungsfähigkeit bereits am späteren Nachmittag ab
- Eule (Abendtyp): Wacht später auf, ist abends produktiver, hat Schwierigkeiten beim frühen Aufstehen und ist anfälliger für sozialen Jetlag.
- Taube (Zwischentyp): Etwa 60-80 % der Menschen sind eine Mischform, die sich gut anpasst.
Studie zu Eulen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Quelle: https://science.orf.at/stories/3233988/
Langzeitstudie aus Großbritannien ausgwertet: Für die Herz-Kreislauf-Gesundheit wurde ein Score berechnet, der sowohl Ernährung, Bewegung, Schlafgewohnheiten und Nikotinkonsum wie auch Cholesterinwerte, Blutzucker und Gewicht einbezieht. Die Studie wurde im „Journal of the American Heart Association“ veröffentlicht
Acht Prozent der Testpersonen beschrieben sich als „eindeutige Abendmenschen“ mit einer späten Ins-Bett-Geh-Zeit wie zwei Uhr nachts und einem späten Höhepunkt ihrer Aktivität im Tagesverlauf. „Eindeutige Morgenmenschen“ machten 24 Prozent der Stichprobe aus, der Rest ordnete sich dazwischen ein und wird als Gruppe mit mittlerem Chronotyp bezeichnet.
Das Forschungsteam fand heraus, dass unter diesen „Nachteulen“ der Anteil derjenigen mit einer allgemein schlechten Herz-Kreislauf-Gesundheit 79 Prozent höher lag als in der mittleren Gruppe. Allerdings scheint nicht der Chronotyp an sich ausschlaggebend für den negativen gesundheitlichen Effekt zu sein, sondern vielmehr Gewohnheiten, die oft mit dem späten Rhythmus einhergehen. „Abendmenschen neigen möglicherweise eher zu Verhaltensweisen, die sich auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken können, wie zum Beispiel schlechtere Ernährung, Rauchen und unzureichender oder unregelmäßiger Schlaf.“
Weitere Einteilung der Schlaftypen
Der Schlafwissenschafter Dr. Michael Breus teilt die Schlaftypen allerdings in vier Gruppen ein und verwendet für die Bezeichnung ebenfalls Tiere:
- Im Löwen finden wir immer noch die « echten » Frühaufsteher, der Löwe hat morgens gleich nach dem Aufstehen Energie, am Nachmittag ein Leistungstief und ghet dann abends gern früh ins Bett – laut Breus sind etwa 15 – 20 Prozent der Menschen Löwen.
- Der Bär ist der häufigste, etwa die Hälfte der Menschen sind Bären in ihrem Schlafrhythmus. Sie folgen quasi der Sonne und ihre Energie bleibt tagsüber stabil.
- Der Wolf steht später auf, ist erst am späten Vormittag, dafür bis in den Abend hinein leistungsfähig und geht dann auch erst nach Mitternacht ins Bett. Etwa 15 – 20 Prozent der Menschen sind Wölfe.
- Der Delfin hat ein Leistungshoch am Morgen und ein zweites am Abend. Dadurch haben Delfine häufig zu wenig Schlaf. Etwa 10% der Menschen sind Delfine.
Dieses Modell ist allerdings noch weniger wissenschaftlich belegt und wird in erster Linie eben von dem amerikanischen Schlafwissenschaftler und Klinischen Psychologen Michael Breus vertreten. Allerdings gibt es schon einige Studien die das binäre System der Chronotypen Früh- und Spätaufsteher aufbrechen. Und hier wird besonders auf die Gesundheitsrisiken die mit Schlafrhythmustypen einher gehen eingegangen.
Moderation: Sofia Engler, Michael Diesenreither







