Von Karoline Miklós
An den Grenzen Europas geht es immer brutaler zu. Immer wieder hören wir von versunkenen Booten, von Menschen, die auf der Suche nach einem sicheren und menschenwürdigen Leben im Mittelmeer sterben müssen. Gleichzeitig wird auch in Österreich weiterhin über Asylstopp und die Einschränkung von Familiennachzug diskutiert. Die europäische Migrationspolitik verschärft sich seit Jahren eine Entwicklung, die viele als „Brutalisierung des Grenzregimes“ beschreiben.
In dieser Sonderfolge von Grenzwertig menschlich richten wir den Blick auf diese zunehmende Brutalisierung. Gemeinsam sprechen wir über Push- und Pull-Backs, die Externalisierung von Grenzen, die Kriminalisierung ziviler Seenotrettung und die Rolle von EU-Akteuren wie Frontex. Wir fragen, wie europäische Migrationspolitik systematisch Menschenrechte untergräbt, warum Solidarität zunehmend unter Druck gerät und was diese Entwicklungen für das Selbstverständnis Europas und unsere Gesellschaft bedeuten.
Hinweis: In dieser Folge sprechen wir über digitale Kontrolle, Überwachung und sensible Erfahrungen im Asylverfahren, die emotional belastend sein können. Nehmt euch Zeit und Ruhe, wenn ihr diese Folge hört und unterbrecht jederzeit, wenn es für euch zu viel wird! Passt auf euch auf!
Ressourcen & weiterführende Links:
Wenn ihr euch für die Arbeit von de:criminalize interessiert, oder selbst aktiv werden
wollt, findet ihr hier weitere Informationen: https://decriminalize.eu
Credits:
Moderation: Melissa Amann
Skript, Aufnahme und Postproduktion: Karoline Miklós
Einsendungen: Julia Winkler
Jingle 1: Victoria Stellpflug
Jingle 2: Stems 3 (FINAL TRAP) by NotMeat2020 – License: Creative Commons 0
Eine Produktion im Rahmen des fakultätsweiten Lehrprojekts Wissenschaftskommunikation, geleitet von Petra Dannecker & Mischa G. Hendel.






