Geht Doch Miteinander

Podcast
Radio Tipping Point
  • Geht Doch Miteinander
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In dieser Episode von Radio Tipping Point nehmen wir die Zuhörer mit auf einen inspirierenden Spaziergang durch Wien, fokussiert auf das Thema Fußgängersicherheit und die Vision von urbaner Mobilität ohne Autofokus. Unser Gesprächspartnerin ist Sonja, die sich aktiv im Verein engagiert, zusammen mit Frieda, einer leidenschaftlichen Fußgängerin. Gemeinsam teilen sie ihre Beweggründe und die Geschichte der Gründung des Vereins, der im Jahr 2018 ins Leben gerufen wurde, um die Stimme der Fußgänger im Straßenverkehr zu stärken.

Wir erfahren von den Herausforderungen, die Fußgänger im urbanen Raum meistern müssen, und wie der Verein sich vor allem für die Sicherheit von Kindern an Schulen einsetzt. Ein zentrales Projekt sind die Schulstraßen, temporäre autofreie Zonen vor Schulen, die es Kindern ermöglichen, sicher und ohne Ablenkungen zur Schule zu gehen. Die Umsetzung dieser Idee hat bereits Erfolge in Wien hervorgebracht, doch es gibt noch viel Raum für Verbesserungen.

Das Gespräch entfaltet sich weiter, um die Herausforderungen und den Widerstand der Autofahrer zu beleuchten. Wir diskutieren, dass Fußgänger oft die größte Gruppe im Verkehr darstellen, jedoch nicht ausreichend repräsentiert sind. Die Statistiken zeigen, dass ein Großteil des öffentlichen Raums den Autofahrern gehört, während das Potenzial der Straßen für Fußgänger und gemeinschaftliches Miteinander oft ignoriert wird.

Frieda und Sonja sprechen auch über die Bedeutung von Aktivismus und darüber, wie der Verein Menschen zusammenbringt, um kollektiv Veränderungen herbeizuführen. Es wird deutlich, dass die Stadt nicht nur ein Lebensraum, sondern auch ein Ort der Mitgestaltung ist. Gemeinsam sprechen sie über die Bedürfnisse nach ungeplanten Begegnungen und sozialen Interaktionen, die in der urbanen Umgebung, insbesondere während der Pandemie, oft zu kurz kommen.

Die Zuhörer erfahren von weiteren spannenden Projekten von Geht Doch, wie dem Community Walk, einem Format, das Menschen zusammenbringt, um ihre Nachbarschaft näher kennenzulernen und ihre Umgebung aktiv mitzugestalten. Der Community Walk soll die Isolation in der Stadt bekämpfen und Platz für gemeinschaftliche Erlebnisse schaffen, wobei die Teilnehmer selbst entscheiden, welche Orte besucht werden.

Sonja und Frieda teilen ihre Vision für die Zukunft des Zu-Fuß-Gehens in Wien und die Expansion des Vereins über die Stadtgrenzen hinaus. Sie berichten von einer Potentialkarte, die Sitzgelegenheiten in der Stadt verzeichnet, um sicherzustellen, dass alle Menschen, insbesondere vulnerable Gruppen, die Möglichkeit haben, sich auszuruhen und den Raum aktiv zu nutzen.

Außerdem wird die Idee von Superblocks angesprochen, die eine verkehrsberuhigte Zone schaffen und den Bewohnern wieder Raum für das Leben und Zusammensein zurückgeben sollen. Diese Konzepte müssen jedoch stets mit der Stadtplanung und den Behörden abgestimmt werden, was oft langwierig und bürokratisch ist.

Abschließend macht der Podcast deutlich, dass jeder von uns Fußgänger ist und dass durch kollektives Handeln viel in der städtischen Mobilität bewegt werden kann. Die Botschaft ist klar: Die Stadt gehört uns allen, und jeder kann durch Engagement und Mitgestaltung Teil dieser Veränderung sein. Es wird die Einladung ausgesprochen, sich aktiv am Fußgängerspaziergang von Geht Doch zu beteiligen und den eigenen Teil zur Co-Creation der urbanen Gemeinschaft beizutragen

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