Getrennte Wege und vergessene Töchter – Stationentheater im Garten des Geymüller-Schlössels

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Die 1882 geborene Dora Breuer war Tochter von Sigmund Freuds Freund und Förderer Josef Breuer. Sie studierte Malerei und Grafik bei Ferdinand Schmutzer. Ihre Jugend verbrachte sie unter anderem im Geymüller-Schlössel in Pötzleinsdorf, wo nun erstmals ihre Radierungen zu sehen sind. Ein inniges Verhältnis verband sie mit ihrer Schwägerin Katharina Mautner-Breuer, Tochter des Großindustriellen Isidor Mautner, die 1906 in einer großangelegten Doppelhochzeit der Schwestern Mautner Doras Bruder, den Rechtsanwalt Hans Breuer, heiratete. Der Garten des Geymüller-Schlössels wurde zum gemeinsamen Zentrum der Familien Mautner und Breuer. Als der Nationalsozialismus auch in Österreich an die Macht kam, gelang Katharina die Flucht nach Großbritannien. Dora verpasste den Zeitpunkt. Als die Gestapo sie holen wollte, vergiftete sie sich.

Katharina Stemberger und Johanna Mertinz spielen die zwei Freundinnen, die Texte basieren auf bislang unveröffentlichten Briefen und Tagebüchern der beiden. Dazu erklingt Musik der Zeit, unter anderem von Hilda Löwe und Hildegard Geiringer, die neben anderen Werken in den 1920ern einige Radiohits komponierten. Aber auch Fanny Hensels vierstimmige Gartenlieder werden zu hören sein. Das Ensemble REIHE Zykan+ schlägt mit Michael Mautners Vokal-Kompositionen eine Brücke in die Gegenwart, zu James Turrells Skyspace, der seit einigen Tagen wieder im Garten des Geymüller-Schlössels als Expositur des MAK zu sehen ist.

Spieltermine sind Samstag 30. und Sonntag 31. Mai 2026, jeweils 12 und 15 Uhr. Susanne Hoehne, Irene Suchy sowie Elizabeth Baum-Breuer, die nach Wien zurückgekehrte und hier lebende Enkelin von Katharina Mautner-Breuer, schildern live im Studio, wie es zu dieser außerordentlichen Produktion kam.

Website Beseder Theater
Website maezenatentum
Website MAK Geymüller-Schlössel
Website MAK James Turerell – Skyspace The Other Horizon
Website Irene Suchy
Website REIHE Zykan+

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