Der 1956 in den USA geborene und seit den 1990er-Jahren in Deutschland lebende Komponist und Pianist Chris Jarrett war der Gast der 126. Ausgabe meiner Radiosendung.
Wir begannen unser Gespräch mit den „windischen“ Wurzeln seiner Großmutter, die in Segovci bei Apace unweit von Radkersburg aufgewachsen, 1912 im Alter von 14 Jahren nach Pennsylvania emigriert ist und dort in prekären Verhältnissen gelebt hat. Dieser familiäre Background ist es auch, der ihn über all die Jahre immer wieder dazu veranlasst hat, in unsere Region zu kommen und Verwandte zu besuchen.
Eine der ersten Ausbildungsstationen seiner pianistischen Laufbahn war das Oberlin-Conservatory of Music in Ohio und Chris berichtet, warum es dort für ihn so unerträglich gewesen ist, dass er die Ausbildung abgebrochen und Wanderjahre als Fabrikarbeiter und Krabbenfischer gefolgt haben. Dabei hat er sehr viel über das Leben gelernt und begonnen, sich intensiv mit jener Frage auseinanderzusetzen, die ihn sein Leben lang begleitet und mit der er später nach Fortsetzung und Abschluss seines Musikstudiums in verschiedenen Lehrtätigkeiten auch seine Student:innen konfrontiert: Warum wurde und wird Musik gemacht?
Im weiteren Verlauf des Gespräches erklärt mein Gast, warum es für ihn oft leichter und stimmiger ist, als Solo-Artist zu agieren und wie neben dem Klavier die Kirchenorgel einen immer größer werdenden Stellenwert für ihn bekam.
Gegen Ende des Gesprächs widmen wir uns seiner Vertonung des Meisterwerkes von Sergej Eisenstein, des Stummfilms „Panzerkreuzer Potemkin“, mit der er immer noch regelmäßig auftritt und kehren wir zurück zu seinen slawischen Wurzeln und zur Frage, wie ihn diese auch musikalisch geprägt haben.
Zur Vertonung von alldem gibt es vier Stücke meines Gastes, die seinen exzentrischen Zugang zur Musik verdeutlichen.
Links zu meinem Sendungsgast:
https://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Jarrett
Links zur Sendereihe:
https://helsinki.at/program/shows/zu-gast-downtown-bad-radkersburg/









