LUST AUF LESEN? Christa Wolf / Kassandra
Die 1983 erschienene Romanerzählung ist eine Neuinterpretation des antiken Mythos, die den Trojanischen Krieg aus der Perspektive der Seherin Kassandra schildert, die als Außenseiterin gegen die patriarchalische Machtstruktur kämpft. Das Werk ist ein innerer Monolog, der die Absurdität des Krieges und die Bedrohung durch den Kalten Krieg thematisiert und wurde zu einem Kultbuch der Friedens- u. Frauenbewegung.
Kassandra reflektiert ihr Leben, während sie auf dem Wagen des griechischen Königs Agamemnon als Kriegsbeute nach Mykene gebracht wird, wissend um ihren bevorstehenden Tod durch Königin Klytaimnestra, Agamemnons Frau.
Wolf greift darin den Mythos auf, um die Wurzeln von Krieg, Herrschaft und Patriarchat zu hinterfragen
