Als es 2021 zum Militärputsch in Myanmar kam, gingen die Szenen davon um die Welt: Denn eine Influencerin filmte unabsichtlich die heranrollenden Militärfahrzeuge während ihres Fitness-Livestreams.
In Folge des Coups kam es landesweit zu massiven Protesten, welche von der Militärjunta brutal niedergeschlagen wurden. Viele Demonstrierende wurden getötet, tausende Menschen wurden festgenommen. Seitdem herrscht Bürgerkrieg im Land. Nach fünf Jahren Krieg ist die humanitäre Lage in Myanmar dramatisch. Die staatlichen Strukturen sind zu einem großen Teil zusammengebrochen. Die Militärdiktatur geht nach wie vor repressiv gegen politische Gegner:innen vor. Aus Angst vor Verfolgung verließen viele Burmes:innen ihr Heimatland. Einige von ihnen setzen ihren Kampf für ein demokratisches Myanmar jedoch aus dem Exil fort. Dabei kennt ihr Widerstand viele Gesichter: Sie unterstützen einander innerhalb der Diaspora, organisieren Hilfe für die Zivilbevölkerung in der Heimat und kämpfen politisch gegen das Regime.
Die Aktivistin Hnin Thet Hmu Khin arbeitete in der humanitären Hilfe und ist bei mehreren Graswurzelbewegungen aktiv. Nach dem Militärcoup 2021 musste sie Myanmar verlassen. Im Exil engagiert sie sich weiterhin für Frauenrechte und den Schutz der Zivilbevölkerung in Myanmar. Auch die Künstlerin Phyu musste nach der Teilnahme an den Protesten gegen das Militärregime fliehen. Sie erzählt vom Umgang mit traumatischen Kriegserfahrungen. Auch sie engagiert sich weiterhin und gibt unter anderem Online-Kunstunterricht für Kinder in Myanmar.
Sendungsgestaltung: Ines Stiermeier
Zu Wort kommen:
Hnin Thet Hmu Khin, Aktivistin
Phyu, Künstlerin
Sendungssprachen: Deutsch, Englisch
Musik:
Has There Ever Been Justice – Anonymous
Myat Yay (မျက်ရည်) – Phyu Phyu Kyaw Thein (ဖြူဖြူကျော်သိန်း)
Fotocredit: Porträtfoto von Hnin Thet Hmu Khin & Gemälde “The Flow” der Künstlerin Phyu









