Michael Zinganel von Tracing Spaces gehört zu den Menschen, die Orte lesen wie einen etwas zerknitterten Roman. Der Architekt und Stadtforscher weiß nicht nur, warum urbane Räume, Zwischennutzungen und verlassene Ecken in dieser Stadt mit verlässlicher Regelmäßigkeit verschwinden. Er weiß vor allem, warum wir als Bewohner*innen manchmal genau an den Orten kleben bleiben, an denen man eigentlich nur schnell vorbeigehen oder auftanken wollte.
Am 06.09.2025 hat skug gemeinsam mit Stefan Vogelsinger vom Setzkasten Wien an der alten Tankstelle im Nordwestbahnhofgelände (Wien) einen Salon veranstaltet – und aus der Aufnahme nun eine Radiosendung gemacht. Im Gespräch geht darin um mehr als nur um Kunst. Es geht um Infrastrukturen, um kollektive Erinnerungen, um Gentrifizierung durch die Hintertür und um die sehr reale Frage: Wie und warum mutiert eine ausrangierte Tankstelle plötzlich zur Kulturstätte? Und was hat das mit erfolgreicher Zwischenraumpolitik zu tun?
Musik von der Live-Band des Abends, Dazed Pilots.
Sendung:
Ania Gleich: Moderation Sendung & skug-Talk)
Christoph Gleich: Text, Schnitt, Master
Frank Müller-Jödicke: Moderation skug-Talk
Bild (c) Caroline Schmüser
Mehr Infos: https://skug.at/ein-abend-an-der-tankstelle/
