Die Safe Abortion Day Initiative entstand 1990 auf dem 5. Feministischen Treffen Lateinamerikas und der Karibik (EFLAC) und setzte sich für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Lateinamerika und der Karibik ein. Der Aufruf wurde von internationalen und lokalen feministischen Netzwerken in zahlreichen Ländern Europas, Afrikas, Asiens und Nordamerikas aufgegriffen und weitergeführt.
Seit 2022 vernetzt sich das „Bündnis 28. September“ österreichweit rund um den Safe Abortion Day, um Bewusstsein für das Thema zu schaffen und veranstaltet zahlreiche Workshops, Diskussionsrunden, Infostände und Demonstrationen in Wien, Innsbruck, Salzburg, Graz und Linz.
In Linz fanden dieses Jahr mehrere Aktionen am Hauptplatz und eine Prozession durch die Innenstadt statt. CatCallsOfLinz, Mitglied der internationalen Bewegung Chalkback.org, kreidete Abtreibungsmythen auf den Boden den Infostand am Linzer Hauptplatz, um so auf Irrtümer und Fehlschlüsse bezüglich des Themas Abtreibung aufmerksam zu machen.
Ab 15 Uhr konnte man auch auch an einem Abortion Quiz teilnehmen, und so sein eigenes Wissen zu dem Thema testen. Der Infostand wurde von verschiedenen feministischen und FLINTA Organisationen und Vereinen aufgebaut, darunter das Frauenbüro Linz und das Frauen*Volksbegehren.
Ab 16 Uhr zog von der Domgasse aus die Prozession der Hl. Abortia durch die Linzer Innenstadt. Daran beteiligt waren das fvk – fem voice kollektiv, maiz, M. C. Monster* und das Perchta* Kollektiv Linz, die sich mit lautem Trommeln, Protestrufen und in kreativen Perchta-Verkleidungen für das Recht auf einen freien und sicheren Schwangerschaftsabbruch stark machten.
Weitere Informationen zum Safe Abortion Day Linz unter https://www.linz.at/frauen/132067.php
und zum Safe Abortion Day Österreich unter https://www.safeabortionday.at/
Eröffnung der Infostelle des Vereins unSICHTBAR in Linz Am 18. September hat die Beratungsstelle des Vereins unSICHTBAR in der Hauptstraße 66 in Linz eröffnet. Den Verein gibt es schon über drei Jahre und bietet Familien Unterstützung dabei, wenn sie Kinder mit unsichtbaren Behinderungen oder Neurodivergenz haben, oder auch als Erwachsene selbst betroffen sind. Bei einer Behinderung kommt oft das Bild von Rollstühlen oder Blindenstöcken in den Sinn, an chronische Erkrankungen, Autismus, ADHS denken wenige. unSICHTBAR bietet Beratungen für Eltern an, Austauschtreffen für Betroffene und es wird auch psychosoziale Elternberatung geben. Die ehrenamtlichen Mitarbeitenden erzählen, dass die meisten Personen damit Probleme haben, Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen, oder überhaupt Informationen zu finden, was möglich wäre. Am Anfang herrsche viel Überforderung und hier möchte unSICHTBAR ansetzen. Mit niederschwelliger Beratung und Austausch auf Augenhöhe. Die Obfrau, Selina Junger, ist selber Mutter eines Kindes mit Beeinträchtigung, daher weiß sie gut genug, welche Hürden es bei Behörden gibt. Egal ob schon eine Diagnose vorhanden ist, oder auch dieser Weg noch bevorsteht, unSICHTBAR ist in Oberrösterreich, der Steiermark und Niederösterreich vertreten und möchte weiterhin so viele Personen wie möglich erreichen. Egal ob mit einem Anruf, einer E-Mail oder jetzt in Linz vor Ort.






