400 Jahre ist es her, dass der Oberösterreichische Bauernkrieg in Wolfsegg sein blutiges Ende fand. Am 20. November 1626 schlug das Heer Pappenheims den Aufstand endgültig nieder.
Die Communale OÖ hat sich in den vergangenen sechs Monaten an verschiedenen Orten mit dem Bauernkrieg beschäftigt – mit Geschichte und Erinnerung, aber auch mit der Frage, wie Vergangenes unsere Gegenwart prägt. Künstler, Historiker, Heimatforscher und vor allem die Menschen vor Ort haben bekannte Geschichten neu betrachtet, vergessene Perspektiven sichtbar gemacht und neue Fragen gestellt.
In Wolfsegg, dem letzten der diesjährigen „Mut-Orte“, richtet sich der Blick auf das Ende eines Aufstands vor 400 Jahren – und zugleich auf das, was aus der Beschäftigung mit Vergangenheit entstehen kann: neue Perspektiven, neue Formen des Erinnerns und vielleicht auch der Mut, Zukunft zu gestalten.
Darüber haben wir mit Siegfried Kristöfl, Historiker, Autor und Gestalter der Communale-Gesprächsreihe „Die (K)Gunst der Heimatforschung – was wahr oder war ist“, Konstantin Ferihumer, Kurator der Ausstellung „Bauernkrieg 1626. Zwischen Geschichte und Fiktion“, Communale-Projektleiter Martin Honzik und Veronika Führer, wissenschaftliche Archivarin im Oberösterreichischen Landesarchiv, gesprochen.
Vier weitere Projekte zeigen, wie unterschiedlich die Auseinandersetzung mit dem Bauernkrieg heute aussehen kann:
- Joachim Rathke, Regisseur und Schauspieler aus Linz, spricht über das Theaterstück „Casparus oder fünf Knöpfe aus Bein“.
- Josef Entzenhofer, Altbauer aus Schenkenfelden, erzählt von der Gedenkveranstaltung zum 400. Jahrestag der Schlacht im Miesenwald.
- Wir hören Auszüge aus dem Live-Hörspiel „Unser Feld“ des künstlerisch-wissenschaftlichen Kollektivs Salon Limusin, aufgenommen in St. Agatha.
- Der Konzeptkünstler Stefan Mittlböck-Jungwirth-Fohringer stellt das Projekt „Lebendige Erinnerung: 400 Bäume für Freiheit und Gerechtigkeit“ vor.
Die musikalische Einlage stammt von Grattn_Rois – Gigi Gratt und Stephan Roiss. Zu hören ist eine Aufnahme vom 25. September 2026 aus Alkoven, wo das Projekt „400 Bäume für Freiheit und Gerechtigkeit“ mit einer Auftaktveranstaltung gestartet ist.
Sendungsgestaltung: Sabine Traxler









