Renaissance. Sehnsucht und Aufbruch – 500 Jahre weibliche Welt. Stellen Sie sich die goldenen Herbsttage im 15. / 16. Jahrhunderts vor. Italien duftet nach Feigen, Rosmarin und gerösteten Kastanien. Frauen schreiben, regieren und verlangen, selbst über ihr Leben zu entscheiden. Kaiser und Päpste beanspruchen derweil Länder, Vermögen und weibliche Körper. Was geschieht, wenn eine Frau die grossen Versprechen ihrer Zeit beim Wort nimmt? Wenn sie ihre Bildung auskostet, ihrem Urteil vertraut und selbst entscheiden will, wem sie ihren Körper, ihre Liebe und ihren Glauben anvertraut? In Italien liegt Aufbruch in der Luft. Gedanken zirkulieren, Musik betört, weibliche Vorstellungskraft reicht weit über das vorgeschriebene Leben hinaus. Eine junge Witwe entdeckt, wie viel Freiheit ihr Vermögen ermöglicht. Führt sie ihr eigenes Denken dorthin, wo selbst eine mächtige Fürstin um ihr Leben fürchten muss? Wie viel Aufbruch darf sich eine Frau erlauben? Was bedeutet die gefeierte Würde des Menschen für ihre Bildung, ihr Einkommen, ihre Gesundheit und ihre Selbstbestimmung? 500 Jahre Renaissance. Wie lange sollen Frauen noch auf vollständige Geschlechtergerechtigkeit, auf ihre Renaissance warten?




