Pinsdorf war 1626 Schauplatz von Kämpfen im Zuge des Oberösterreichischen Bauernkriegs. Ende November stellten sich aufständische Bauern den kaiserlichen Truppen unter dem Kommando Pappenheims entgegen. Die Ereignisse forderten zahlreiche Opfer. Der sogenannte Bauernhügel erinnert heute an die Geschehnisse und ist mit der regionalen Erinnerung an den Bauernkrieg verbunden.
Was geschah damals tatsächlich? Und welche Spuren hat der Bauernkrieg in der Region hinterlassen?
Diesen Fragen widmete sich am 22. September 2026 das Communale OÖ-Gesprächsformat „Die G(K)unst der Heimatforschung – was war oder wahr ist“ im Rahstorfer-Haus in Pinsdorf. Historiker Siegfried Kristöfl sprach über die Ereignisse des Bauernkriegs und insbesondere über die Geschehnisse rund um Pinsdorf.
Für die Geschichte des Attergaus gilt Konsulent Franz Hauser als ausgewiesener Kenner der Region. Als Heimatforscher, Obmann des Heimatvereins Attergau und des Vereins AtterWiki schilderte er im Gespräch, welche Auswirkungen die drei Bauernkriege auf den Attergau hatten und welche Geschichten, Überlieferungen und Erinnerungen bis heute weitergegeben werden.
Dabei ging es auch um die Frage, wo sich historische Quellen und überlieferte Erzählungen begegnen – und wie Heimatforschung dazu beitragen kann, Vergangenes aus heutiger Perspektive neu zu betrachten.
Zum Abschluss der Veranstaltung stellte der Künstler Wolfgang Fadi Dorninger sein Projekt Lebensklänge vor und lud die Gäste ein, sich auf seine besondere Verbindung von Klang, Erinnerung und Lebensgeschichte einzulassen. Am Ende Hören sie einen kurzen Auszug aus den Lebensklängen – aufgenommen am 22.09.2026 in Pinsdorf.
Aufnahme und Schnitt: Sabine Traxler









