Von den Mysterien um „Stairway to Heaven“ zu Literatur aus Italien

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„The Battle of Evermore“ von Led Zeppelin, erschienen 1971 auf dem legendären Album Led Zeppelin IV, auch bekannt als das Album ohne Titel.

Jimmy Page und Robert Plant schrieben den Song in Headley Grange. Dieses Anwesen in Headley im Süden Großbritanniens wurde von einigen Bands als Aufnahme- und Probeort verwendet. Neben Led Zeppelin spielten hier auch Genesis oder Bad Company Alben ein.

The Battle of Evermore entstand ziemlich spontan: Jimmy Page nahm zum ersten Mal eine Mandoline in die Hand, und zwar die des Bassisten John Paul Jones, und innerhalb einer einzigen Session entstand das Stück.

Inhaltlich taucht die Band tief in die fantastische Welt von J.R.R. Tolkien ein, und hier begegnet Rock einmal mehr Literatur. Dunkle Gestalten, Ringgeister, Schwerter, Magie und eine bevorstehende Schlacht erinnern an Der Herr der Ringe – Fans sehen darin sogar häufig eine Anspielung auf die Schlacht auf den Pelennor-Feldern. Die „Königin des Lichts“ könnte dabei Tolkiens Elbin Galadriel sein, meinen Fans zu wissen.

Robert Plant fand übrigens, dass er für diese Geschichte einen zweiten Erzähler brauchte. Deshalb holte Led Zeppelin die Folk-Sängerin Sandy Denny ins Studio, die zuvor bei Fairport Convention gesungen hatte. Plant übernimmt den Erzähler, Denny klingt wie eine Ruferin, die die Nachricht von der Schlacht verkündet.

Es war übrigens das einzige Mal, dass Led Zeppelin einen Gast-Sänger, besser, eine Gast-Sängerin, auf einer Studioaufnahme einsetzten.

Ich glaube, Led Zeppelin haben wir in dieser Sendung nicht das letzte Mal gehört. Und jetzt wohl deren berühmtestes Stück. Ich muss den Titel nicht erwähnen.

Stairway to Heaven, ebenfalls auf dem Album Led Zeppelin IV veröffentlicht, wurde zu einem der berühmtesten Songs der neueren Musikgeschichte. In der 2004 vom Rolling Stone erstellten Liste der 500 besten Songs aller Zeiten belegt es Platz 31.

Um Stairway to Heaven ranken sich so viele Geschichten, dass ich dazu eine eigene Sendung machen könnte. Ja, vielleicht mache ich das mal. Vorab aber nur einige der kuriosesten Fakten.

Im Film Wayne’s World aus dem Jahr 1992, und ja, ich habe ihn gesehen, hängt in einem Laden für Musikinstrumente ein Schild mit der Aufschrift No Stairway to Heaven. Was wir damals zum Schreien komisch fanden, soll in einigen britischen Musikhäusern in den 1970er Jahren Praxis gewesen sein.

Im Frühjahr 2010 wurde im Vorfeld des Finales zur Fernseh-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ im Internet dazu aufgerufen, den Siegersong der Sendung zu boykottieren und stattdessen Stairway to Heaven als Download zu kaufen. Durch diese Aktion erreichte der Titel kurzfristig Platz eins der deutschen Download-Charts sowie Platz 15 der deutschen Singlecharts, und das fast 40 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung.

Last but not least: Das Glockenspiel im Rathaus Fürth spielt täglich um 12:04 Uhr Stairway to Heaven. Und wenn Du jetzt wissen möchtest, wo Fürth ist: Das liegt bei Nürnberg.

Der Song, den ich danach spiele, den hatte ich in der letzten Sendung versprochen: Buffy Sainte-Marie: Rollin Mill Man.

Sainte-Marie, die kennt heute kaum jemand mehr. Die Sängerin wurde 1941 in Massachusetts geboren, begann ihre künstlerische Karriere 1962 und engagierte sich für die Rechte der Native Americans. All ihre Songs, in denen sie explizit auf das Unrecht, das den Native Americans angetan wurde, hinwies, wurden damals übrigens aus dem Radio verbannt. Vielleicht also kein Wunder, dass man sie heute nicht mehr kennt.

Musik
Led Zeppelin: The Battle of Evermore

Led Zeppelin: Stairway to Heaven

Buffy Sainte-Marie: Rollin Mill Man

Billy Bragg: The beach is free

Donatella: Lei la lei

Manfred Mann’s Earth Band: Davy’s on the road again

Bad Company: Crazy Circles

 

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