Welspride für queere Sichtbarkeit

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Alessandro Schatzmann und Lisa Wolfesberger sprechen über die Notwendigkeit einer Prideparade in Wels und wie queere Sichtbarkeit Akzeptanz fördern soll. Die Welspride war seit zwei Jahren in Planung, bevor sie dann heuer zum ersten Mal im Mai stattgefunden hat. Über 20 Leute haben sich gleich gefunden, die mithelfen wollten, erzählt Alessandro Schatzmann, Gemeinderat der Grünen in Wels und Teil des Organisationsteams. In Wels gebe es keine dezidierten queeren Räume, wo sich die Community zusammenkommen könne. Daher haben diese Planungstreffen viel dazu beigetragen, dass man sich auch gegenseitig findet und austauschen kann. Auch das Bewerben auf Social Media hätte viel dazu beigetragen, dass sich Leute gefunden haben. In den sozialen Medien ist die Welspride aber auch eine Welle an Hassnachrichten entgegen geschlagen. Schatzmann und Wolfesberger konnten es gelassen nehmen, sie haben sich im Endeffekt darüber gefreut, dass Kommentare, egal in welcher Form, die Reichweite gesteigert haben. Sie sprechen darüber, dass es im ländlicheren Raum schwieriger sein kann, out zu leben. Es fehle die Anonymität der Großstadt und die Politik sei oft konservativer eingestellt. Die beiden haben gemerkt, dass es Vorbehalte gab beim Sponsoring oder beim Aufhängen der Plakate in Geschäften. Firmen hätten Angst, sich als LGBTQIA+ (Lesbisch, Gay, Bisexuell, trans, queer/questioning, inter, asexuell) freundlich zu positionieren. Es gäbe Ängste, dass man dann selber ausgeschlossen würde, so Wolfesberger. Prides sind politische Veranstaltungen, die Welspride hat konkrete Forderungen wie z.B.:
  • Beflaggung der Gebäude mit Regenbogenfahnen
  • Fördertöpfe für queere Vereine und Veranstaltungen
  • Akzeptanz und Wissen durch Kampagnen verbreiten
  • Anlaufstellen für queere Jugendliche schaffen
Die nächste Welspride wird am 12. Juni 2027 stattfinden.

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