Auf den Spuren der „Mühlviertler Hasenjagd”

Podcast
Kultur und Bildung spezial
  • 2015.04.03_1700.21-1759.39__kundb
    57:44
audio
59:50 perc
CROSSING EUROPE Vorgespräch 2026
audio
1 órák 04 mp.
Filmpremiere HERZBLUTWIESE: CROSSING EUROPE Filmfestival
audio
1 órák 09:46 perc
Frieden für Rojava und Kobani
audio
53:51 perc
Ein Filmgespräch mit Tolga Karaaslan
audio
46:57 perc
Plastic! Im Zirkus des Wissens
audio
40:12 perc
Zukunft Beginnt
audio
34:03 perc
Wie lernt man eine Königin kennen?
audio
1 órák 00 mp.
9. Wurst vom Hund Ball
audio
52:52 perc
Intimidad
audio
59:35 perc
Geschlechtergerechtes Lernen

… begeben wir uns in dieser Ausgabe von „K&B spezial”. Vor 70 Jahren, in der Nacht zum 2. Februar 1945, gelang mehr als 400 KZ-Häftlingen der Ausbruch aus dem KZ Mauthausen. In einer darauf folgenden Menschenhatz haben nationalsozialistische Verbände, aber auch Zivilisten die entflohenen Häftlinge gejagt und ermordet. Nur wenige haben überlebt.

Am 28. Februar hat die ehrenamtliche „Perspektive Mauthausen” eine zeitgeschichtliche Wanderung auf den Spuren der von den Nazis als „Mühlviertler Hasenjagd“ bezeichneten Menschenhatz veranstaltet. Die Wanderung führte dabei von der Gedenkstätte des KZ Mauthausen über Schloss Marbach bis nach Ried i.d. Riedmark. Beim anschließenden Zeitzeuginnengespräch im vollen Saal des Rieder Gasthauses schilderte Anna Hackl, geb. Langthaler, wie sie als 14-jähriges Mädchen und ihre Familie damals 2 KZ-Häftlinge versteckt und ihnen so das Leben gerettet haben. Rund 150 Personen haben an dieser Wanderung teilgenommen, aufgeteilt auf 3 Gruppen.

Ich war ebenfalls dabei und bereite diese zeitgeschichtliche Wanderung nun fürs Radio auf. Zu Wort kommen Walter Hofstätter, der Vorsitzende der „Perspektive Mauthausen”, Sabine Schatz, Aktivistin von perspektive Mauthausen und Guide des Mauthausen Kommitees, die als Guide diese Wanderung begleitet hat, und abschließend Anna Hackl.

Zu hören sind viele Geschichten von damals: berührende, wie jene der Familie Langthaler, die unter Einsatz des eigenen Lebens 2 KZ-Häftlinge mehr als 3 Monate lang versteckt haben; aber auch unfassbare, wütend machende über Zivilisten, die sich damals an dieser Menschenhatz beteiligt haben.

Musik:  Land of Silence/ZooSuite Fragments (Roger Subirana Mata), Nimrud Elgar (Jagan Nath Khalsa, violin; Kaeza Fearn, piano)

Gestaltung: Michael Diesenreither

Szólj hozzá!