Friederike Schwabs Roman „Nora. Ein Tanz“

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Das rote Mikro: Literatur
  • 210308 friederike schwab nora
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Friederike Schwab, 1941 in Graz geboren, ist als bildende Künstlerin genauso tätig wie als Schriftstellerin. Seit vielen Jahren veröffentlicht sie Gedichtbände, Erzählungen und Romane; ihre Hörspiele hat der ORF produziert und ausgestrahlt. Ihr jüngster Roman Nora. Ein Tanz ist Ende Februar in der Edition Keiper erschienen.
Zu diesem Roman hat sich Friederike Schwab – wie andere Autorinnen auch, u.a. Elfriede Jelinek – von Henrik Ibsens Drama Nora. Ein Puppenheim inspirieren lassen. Im Stück des norwegischen Dramatikers entwickelt sich eine junge Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert von einer geliebten, aber völlig unselbständigen Person, die zuerst vom Vater, dann vom Ehemann als hübscher Besitz betrachtet wird, zu einem Menschen, der es trotz aller Widerstände wagt, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Das Ende des Dramas war für Ibsens Zeitgenossen so skandalös, dass es für die Uraufführung umgeschrieben werden musste.
Friederike Schwab erzählt die Geschichten von vier Frauen, die verschiedenen Generationen angehören und auf die eine oder andere Art mit einander verbunden sind. Drei Frauen sind jeweils eigene Teile des Romans gewidmet, die vierte, längst verstorben, kommt nur in den Erzählungen der anderen vor. Für die Entwicklung der Protagonistinnen spielen die gesellschaftlichen Verhältnisse, die sich bekanntlich ständig ändern, eine große Rolle.

Friederike Schwab verwandelt … Ibsens Drama in einen literarischen Lebenstanz und lässt Missbrauch, Verzweiflung, Liebe und Leid auf Trotz, Eigensinn und den Kampf um Anerkennung treffen. In der Betrachtung von weiblichen Lebensentwürfen und dem männlichen Anteil daran wird eine Emanzipationsgeschichte aus dem Mantel des Schweigens geschält. (Edition Keiper)

Sendungsinhalt: Die Autorin liest drei Ausschnitte aus dem Roman. Danach erzählt sie, wie das Buch entstanden ist und welche Erfahrungen und Fertigkeiten aus ihrem eigenen Leben in den Roman eingeflossen sind.

Musik: Ludovico Einaudi: CD Una mattina, Decca Music Group/Universal 2004 + Trio Charismax plays Paul Juon (1872-1940): Trio-Miniaturen, tr 1 „Reverie“, Eigenverlag 2015 + Arvo Pärt: CD Alina, ECM 1999, tr 3 Spiegel im Spiegel

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