Annette Peacock

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Zu den besten Freuden gehört es zweifelsohne, wenn Wünsche, die man eigentlich schon lange aufgegeben hat, sich erfüllen.

Keine Angst, es kommt jetzt nichts, das jemandem peinlich sein könnte, es geht „nur“ um ein paar Scheiben aus Plastik.

So wie früher mal die scheinbar hoffnungsvolle Suche nach der „Archie Shepp- live at Donaueschingen“ – LP, der beinahe magische Fähigkeiten zugeschrieben wurden (obwohl sie quasi niemand kannte) eine Art von Berufung darstellte, so verhält es sich auch mit der Musik einer der innovativsten und interessantesten Frauen der Jazzgeschichte.

Annette Peacock, Jg.1941, Autodidaktin, mit 19 Jahren am Scheideweg zwischen Schauspielerin ( sie hatte schon bei Warner unterschrieben) und Musikerin, wählte den zweiten Weg und tourte mit 20 bereits mit Albert Ayler. Hippe, schräge Zeiten. Sie war im wissenschaftlichem LSD-Versuchsprogramm mit Dr. Timothy Leary und immer der Avantgarde zugetan. Gary Peacock, Bass-Legende, überzeugte sie, nicht bei Miles Davis fix anzudocken, sondern lieber mit Don Cherry und Albert Ayler zu spielen. Und sie wurde Peacocks Ehefrau. Aber nicht für allzu lange, denn Gary Peacock- traf auf Paul Bley, der damals mit Carla Bley verheiratet war. Damit traf auch Annette auf Paul, was in einer zehn Jahre dauernden Partnerschaft enden sollte. Und sie komponierte für Paul. Viel und gut. Interessanterweise tat das anscheinend der Beziehung zwischen Paul Bley und Gery Peacock keinen Abbruch. Die Beiden brachten sogar mit Paul Motion ein Album mit Titel Annette und ihren Kompositionen auf den Markt.

Die erste LP Annettes (I´m the One) glänzt mit der Verwendung eines neuartigen und noch schwer beherrschbaren Instruments -besser gesagt eines Prototypen von Robert Moog – dem ersten Synthesizer! Dann immer wieder versprengte Aufnahmen mit jahrelangen Pausen dazwischen , als sei sie vom Erdboden verschwunden… 13 Alben sollten es angeblich über 5 Jahrzehnte hin sein.

Nur: Fast alle , nachdem sie in ihrer visionären Weise das Publikum überforderten, waren mittlere Flops und daher ohne Nachpressungen. Bis – vor wenigen Wochen- mein Interesse  sich wieder einmal rührt – und siehe da, zwei der besten frühen Alben, in wunderbarer Aufmachung noch dazu , wiederveröffentlicht!!!

Daher die heutige Sendung über Annette Peacock. Logisch !

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