Klimakrise abwenden

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Artenvielfalt in Gefahr

Franz Essl wurde 2022 zum Wissenschaftler des Jahres gekührt. Für seine Arbeit als Biodiversitätsforscher und seinen Bemühungen, das Artensterben und die Klimakrise verständlich zu vermitteln.

Eine Person sitzt in einem Bürosessel und schaut in die Kamera. Hinter dem Mann sind viele Bücher auf Regalen und Zettel an eine Pinnwand gehängt
(Foto: Aylin Yilmaz)

FROzine spricht mit ihm über den Eingriff des Menschen in die Natur und welche Maßnahmen es braucht, um die Klimakrise noch bewältigen zu können. Er spricht darüber, dass in den letzten Jahrzehnten die Menschheit so stark in die Natur eingegriffen hat, wie noch nie zuvor.

Der Mensch hat wirklich eigentlich schon über Jahrtausende die Artenvielfalt global verändert. Zuerst unmerklich, in kleinen Schritten, vielleicht auch nur in wenigen Regionen. Eine massive Beschleunigung ist allerdings erst in den letzten Jahrzehnten aufgetreten. Das, was wir heute an Umweltveränderungen in wenigen Jahren verursachen, übertrifft im Ausmaß all dessen, was historisch durch den Menschen an Umweltveränderungen passiert ist.

Es braucht eine andere Landnutzung in Österreich, weniger Verbauung und nachhaltige Landwirtschaft. Die Maßnahmen wären bekannt, aber laut Essl wird nicht das nötige Geld in die Hand genommen, oder politische Maßnahmen umgesetzt. Er ist vor allem überzeugt, dass die österreichische Bevölkerung diese Maßnahmen mittragen würden, da sie sich größtenteils der Klimakrise bewusst ist.

SDGs im Fokus

Ziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern. Erfahren Sie mehr über das SDG 4 und wie es eine bessere Zukunft für alle schaffen möchte.

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ist ein Plan der Vereinten Nationen, der sich auf 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung konzentriert, die als die Sustainable Development Goals (SDGs) bekannt sind. Diese Ziele zielen darauf ab, eine bessere und nachhaltige Zukunft für alle Menschen und für unseren Planeten zu schaffen.

SDG 4, auch bekannt als „Bildung für alle“ hat zum Ziel bis 2030 allen Menschen einen qualitativ hochwertigen und inklusive und gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Lernmöglichkeiten zu ermöglichen.

Ein Schwerpunkt von SDG 4 ist die Förderung der Grundbildung, insbesondere der Alphabetisierung. Laut Schätzungen der UNESCO sind weltweit etwa 750 Millionen Erwachsene Analphabeten, davon zwei Drittel Frauen. Alphabetisierung ist eine wichtige Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben.

Man sieht eine Schulklasse. Rechts steht eine Lehrerin und vor ihr sitzen in Tischreihen Kinder. Der Raum ist hell und von der großen Glasfront im Hintergrund scheint Sonne in den Raum
(Foto: Rodnae Productions @pexels)

Ein weiterer Schwerpunkt von SDG 4 ist die Förderung der beruflichen und technischen Bildung. Dies ist besonders wichtig, um die wachsende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften in der globalisierten Wirtschaft zu decken.

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Förderung von Chancengleichheit in der Bildung. Dies beinhaltet die Beseitigung von Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, ethnischem Hintergrund, sozialem Status oder Behinderung. Laut Schätzungen der UNESCO sind weltweit rund 264 Millionen Kinder und Jugendliche von Bildung ausgeschlossen.

Um das Ziel von SDG 4 zu erreichen, müssen sowohl Regierungen als auch die Privatwirtschaft und die Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Dies beinhaltet die Bereitstellung ausreichender Finanzmittel für die Bildung, die Verbesserung der Qualität von Bildungseinrichtungen und -programmen, die Förderung von Lehrerprofessionalisierung und die Bekämpfung von sozialen Ungerechtigkeiten, die die Bildung beeinträchtigen.

„Wer ist der rechteste Politiker im Land?“

Am 24. Jänner hat das Bündnis „Linz gegen Rechts“ vor dem Landhaus in Linz eine medienwirksame Aktion durchgeführt. Im Vorfeld der Demonstration gegen den Burschenbundball am Samstag, den 4. Februar haben sie ein Duell ausfechten lassen: Zwei Aktivisten haben in einem simulierten Säbelduell gegeneinander gekämpft. Verkleidet als ÖVP-Landeshauptmann Thomas Stelzer und FPÖ-Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner haben zwei Personen von Linz gegen Rechts ausgefochten, wer der „rechteste Politiker im Land“ sei.

Personen, die sich als Thomas Stelzer und Manfred Haimbuchner verkleidet haben, haben ein simuliertes Säbelduell gekämpft. Stelzer hat gewonnen und steht rechts im Bild. Er hält sein Säbel an Haimbuchners Hals, der links neben ihm kniet.
(Foto: Aylin Yilmaz)

Gewonnen hat das Duell Stelzer. Linz gegen Rechts kritisieren ihn dafür, dass er wieder den Ehrenschutz des Burschenbundballs übernimmt. Das Bündnis verlangt, dass er sich von dem Ball und den rechtsextremen Burschenschaftern, die in veranstalten, distanziert.
Eva Reiter, Sprecherin des Bündnisses, fordert in einer Presseaussendung:

Mit dieser Geste in Richtung des äußerst rechten Lagers in Oberösterreich zeigt Stelzer einmal mehr, dass kein Blatt Papier zwischen die FPÖ und ÖVP passt. Für den Koalitionsfrieden macht Stelzer alles. Sollte ihm und der ÖVP noch etwas an dem antifaschistischen Grundkonsens in unserer Demokratie liegen, dann zieht er sofort den Ehrenschutz zurück und stellt sich gegen das rechtsextreme Vernetzungstreffen.

Aylin Yilmaz hat mit Eva Reiter und Raffel Schöberl von Linz gegen Rechts nach der Aktion darüber gesprochen, was sie sich von der Demonstration erhoffen und wie sie gegen Rechtsextremismus laut werden möchten.

Die Demonstration beginnt am 4. Februar 2023 um 17:30 am Platz vor dem Ars Electronica Center und zieht über die Nibelungenbrücke und die Landstraße bis zum Martin-Luther-Platz.

Sendungsgestaltung: Aylin Yilmaz

Headerbild: Aylin Yilmaz

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