Weltempfänger: Spaniens Migrationspolitik

Podcast
FROzine
  • Weltempfänger: Spanien Migration
    50:00
audio
59:47 Min.
Medienbildung als gesellschaftl. Voraussetzung für demokratische Teilhabe
audio
50:08 Min.
Beitrag zum Weltkrebstag und Reportage zum B7
audio
19:40 Min.
Bewegung auf Rezept - die Rolle von Sport bei Krebs
audio
41:31 Min.
Im Gespräch mit dem Büdnis Linz gegen Rechts
audio
50:00 Min.
Weltempfänger: Venezuela
audio
53:36 Min.
Wittgenstein, Sprache, Schule und KI
audio
50:00 Min.
Reformen zulasten junger Leute | Wie wehrt man sich gegen SLAPPs?
audio
17:44 Min.
Interview mit Anna Schwabegger, Bundesjugendvertretung
audio
43:11 Min.
Streik der Ordensspitäler in Linz und Wels

Spaniens Migrationskurs

Die spanische Regierung scheint in der Migrationspolitik aktuell einen etwas anderen Weg einschlagen zu wollen als viele andere Länder. Letzte Woche kündigte sie eine größere Legalisierung von Sans Papiers an. Der Begriff Sans-Papiers kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt ohne Papiere. Gemeint damit sind Menschen, die ohne gültige Aufenthaltsbewilligung in einem Land leben, also auch keine Krankenkassekarte haben. In Österreich wird dies als illegale Migration bezeichnet. Spanien will nun bis 2027 Migrant*innen, die sich nachweislich vor dem 31. Dezember 2025 zumindest fünf Monate in Spanien aufgehalten und keine Straftaten begangen haben, sollen auf Antrag eine vorläufige Aufenthaltserlaubnis mit sofortiger Arbeitserlaubnis erhalten. Nach einem Jahr könnte der Status dann in eine reguläre Aufenthaltserlaubnis umgewandelt werden. Per Dekret soll der Schritt umgesetzt werden. RDL sprach mit dem Spanienkorrespondenten, den freien Journalisten, Ralf Streck.

Gespräch zum Nachhören

Die Lage an der USA-Mexiko Grenze

Nach Trumps Amtsantritt ist das Asylrecht an der USA-Mexiko-Grenze praktisch außer Kraft gesetzt. Hunderttausende Geflüchtete sitzen in der Grenzstadt Ciudad Juárez fest. Berichte sprechen von Razzien, Abschiebungen und verzweifelten Familien ohne Perspektive. Für den Süd-Nord-Funk haben Dorothea Bornewasser und Leobardo Alvarado vom Medienkollektiv Juarlin, Dorothea Bornewasser und Leobardo Alvarado, mit Schwester Antonia Aranda Diaz gesprochen, die vor Ort Geflüchtete betreut. Das Feature gestaltete Kathrin Zeiske.

Feature zum Nachhören

Journalismus in Aserbaidschan

In Aserbaidschan sitzen zahlreiche Journalistinnen und Journalisten im Gefängnis, viele ausschließlich deshalb, weil sie kritisch über die Regierung berichtet haben. „Reporter Ohne Grenzen“ machte letzte Woche mit einer Solidaritäts-Aktion auf die Haftbedingungen der inhaftierten Journalist*innen aufmerksam. So wurde am 28.01.2026 auf dem Alexanderplatz in Berlin, neben der Weltzeituhr, tagsüber ein Container aufgestellt: vier Quadratmeter klein, so klein, wie die Fläche einer Isolationszelle im aserbaidschanischen Untersuchungsgefängnis. Drinnen ein defektes Waschbecken, das für die schlechte Wasserversorgung steht, Insekten, die die inhaftierte Journalistin Elnara Gasimova als ihre “unfreiwilligen Freunde” bezeichnet, und Dreck, da den inhaftierten Journalist*innen nicht einmal erlaubt wird, ihre Zellen zu reinigen. Über die Hintergründe der Solidaritäts-Aktion sprach RDL mit Alena Struzh, einer der Pressereferent*innen von „Reporter Ohne Grenzen“ sprechen.

Gespräch zum Nachhören

Moderation: Nora Niemetz

CC-BY Musik: Ronald Kah, floating piano, water song