Der Satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

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Landestheater
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worst case / Dunkelziffer

Der Wunschpunsch hatte schon Premiere und wird noch bis März in den Kammerspielen gezeigt. Konrad, ein Stück von Nöstlinger und inszeniert von Fanny Brunner hat am 6. Jänner Premiere, ist aber schon ausverkauft. Basierend auf Büchern von Michael Ende und Christine Nöstlinger, inspieren die Geschichten zum Nachdenken und machen Spaß. Am Ende der Sendung gibt es von der Dramaturgin Christine Härter einen exklusiven Ausblick in den Spielplan des Jungen Theaters.

Gemma Vannuzzi kann den fast unaussprechlichen Titel des Wunschpunsch auch sagen, gemeinsam mit ihrem Kollegen Alexander Köfner, gibt sie Einblick in die Stücke:

Wunschpunsch

Der kleine Kater Maurizio di Mauro glaubt, dass der Hohe Rat der Tiere sich geirrt haben muss: Prof. Dr. Irrwitzer ist gar nicht für Umweltkatastrophen und Krankheiten verantwortlich, vielleicht ist er nur etwas nervös, weil sich seine Tante Tyrannja Vamperl mit ihrem Raben Jakob Krakel plötzlich zum Silvesterabend angekündigt hat. Doch Jakob, der ebenfalls vom Hohen Rat geschickt wurde, um Tyrannja auszuspionieren, kann Maurizio überzeugen: Die beiden Menschen sind mit ihren bösen Taten im Verzug, die sie dem Teufel eigentlich im Gegenzug für ihre Macht zugesichert haben. Und nun müssen sie bis Mitternacht den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch brauen, um noch ihrer Vertragspflicht nachzukommen. Das müssen die beiden Tiere verhindern!
Michael Endes letzter vollendeter Roman thematisiert neben den zwei ungleichen Helden und magischen Abenteuern auch auf kindgerechte Weise das Thema Umweltzerstörung, das heute leider ebenso relevant ist wie beim Erscheinen des Buches. Der Wunschpunsch wurde 1990 mit dem Schweizer Buchpreis „La Vache qui lit“ ausgezeichnet.
Ständig kommen bei Frau Berti Bartolotti Pakete an – sie bestellt sich einfach wahnsinnig gerne Angebote, auch wenn sie sie nicht immer braucht. Kann es also tatsächlich sein, dass sie sich ein Kind bestellt hat? Siebenjährig und wohlerzogen steigt Konrad aus der Konservenbüchse. Die Mutter ist gar nicht so, wie ihm in der Fabrik beigebracht wurde: Sie lässt ihn fernsehen, vor dem Schlafengehen noch Bonbons essen und überhaupt soll er erst dann ins Bett, wenn er müde ist! Ihr Freund Egon dagegen ist begeistert von dem wohlerzogenen Kind und möchte es fördern. Ob nun Mutter oder Vater mehr Recht haben, über Konrad zu bestimmen? Die Firma, die ihn geschickt hat, möchte dann auch noch ein Wörtchen mitreden.

Wer erzieht hier wen? Die Eltern das Kind, oder umgekehrt? Was braucht ein Kind eigentlich? Fanny Brunner stellt mit ihrem guten Gespür für aktuelle Diskurse und mit viel Liebe zu Christine Nöstlingers Klassiker die Ansprüche an die Erziehung auf den Kopf. So erleben wir ein wunderbar anarchisches Abenteuer einer liebevollen Familie, die der Zufall zusammengeführt hat!

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