Simone Hirth: Die Kröte

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literadio – Herbst 2025
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„Der Frosch ist zur Kröte geworden.
Die Kröte ist aufdringlich.
Und mit der Kröte ist nicht zu spaßen.
Milena ist klug, selbstsicher, aufgeklärt, verantwortungsbewusst, mutig und voller Ideale. Dennoch lässt sie die Kröte in einem Moment der Schwäche in ihr Leben. Und ahnt sofort: Das war ein fataler Fehler. Denn die Kröte hat niemals Pause. Sie ist vorlaut, untergriffig und mitunter übergriffig. Sie bringt alles durcheinander und rüttelt an allem, was einmal stabil und sicher schien. Die Kröte frisst am liebsten Maßstäbe. Sie dealt mit Psychopharmaka und Fake News. Sie ist nicht gekommen, um zu helfen. Sondern um zu stören, zu spalten, zu dekonstruieren und zu polarisieren. Und das Schlimmste ist: Die Kröte verschwindet nicht mehr.
Der Kröte ist nicht zu entkommen. Oder doch?“ (Quelle: Kremayr & Scheriau)

Simone Hirth erklärt im Gespräch mit Daniela Fürst warum es ihr das Märchen vom Froschkönig, dessen Plot durch den Roman trägt, so angetan hat, ebenso wie Ingeborg Bachmanns einziger Roman Malina. Die Zerrissenheit von Bachmanns Ich-Erzählerin ist auch zentral bei Milena, der Protagonistin in Hirths Roman, die noch dazu ständig mit der Kröte als permanente Stimme von außen zu kämpfen hat. So wie Milena im Roman um eine eigene und möglichst genaue Sprache kämpft, so ging der der Autorin selbst beim Schreiben ihres fünften Buches, wie sie schildert. Sprache ist aufgrund ihre essentiellen Bedeutung für uns Menschen etwas Hochsensibles und umso größer die Verantwortung von Schreibenden, bei jedem Satz darauf bedacht zu sein, klar und eindeutig das zu formulieren, was zum Ausdruck kommen soll.
Das Buch ist im Verlag Kremayr & Scheriau erschienen.

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