Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen

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Am 25.11.2025 setzten Aktivistinnen gegen 13:00 ein symbolstarkes Zeichen auf der Nibelungenbrücke: 16 Frauen, gekleidet in weißen Kutten, verteilten sich auf der Brücke. Jede Frau in weiß stand symbolisch für eine Frau, die im Jahr 2025 in Österreich ermordet wurde. Still und starr repräsentierten sie die begangenen Morde. Neben ihnen stand jeweils eine weitere Frau, welche den Täter verkörperte. Dabei ging es nicht um die Namen der Täter, sondern um deren Rolle im Leben der ermordeten Frauen: Ehemänner, Partner und Ex-Partner, Väter und Brüder. Die klare Aussage dahinter: Die größte Gefahr für eine Frau befindet sich im nahen Umfeld. Wie fühlten sich die Aktivistinnen auf der Nibelungenbrücke währenddessen? Welche Reaktionen erlebten sie von den vorbeiziehenden PassantInnen und AutofahrerInnen? Wir haben nachgefragt und stießen auf interessante und ergreifende Einblicke. Zusätzlich erzählen uns zwei Mitgliederinnen des Bündnis 8 März, welches diese Aktion organisiert hat, Ingrid Queteschiner und Martina Eigner, über Hintergründe und Ziele der Aktion.

Was mit der Stille begann, entwickelte sich ein paar Stunden später zu einer lautstarken Demonstration. Mit kollektiven Rufen wie „Man(n) tötet nicht aus Liebe – Stoppt Femizide“ zogen die TeilnehmerInnen über die Landstraße. Organisiert wurde die Kundgebung von Do It Yourself: Frauentag Linz. TeilnehmerInnen erzählten uns ihre Beweggründe, aus denen sie auf die Straße gehen, und ihre Emotionen bei der Demonstration: Neben Wut und Empörung reihen sich Motivation und Tatendrang, welche durch das kollektive Zusammenschließen gestärkt werden.

Mit diesem Tag startete auch der internationale Aktionszeitraum „16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen“. Die Kampagne dauert bis zum 10. Dezember an, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Die Stadt Linz bietet eine Reihe von verschiedenen Veranstaltungen rund um dieses Thema.

Sendunggestaltung: Katharina Waxenegger, Marina Weinzierl

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