Die Kollektivvertragsverhandlungen der Sozialwirtschaft Österreichs laufen seit Oktober 2025. Das Verhandlungsergebnis betrifft 130.000 Arbeitnehmer:innen in privaten Gesundheits-, Sozial- und Pflegeeinrichtungen.
Die zentrale Forderung der Gewerkschaften lautet plus 4 Prozent auf Löhne und Gehälter. Begleitet werden die KV-Verhandlungen mit Warnstreiks, zuletzt im Dezember 2025 an rund 300 Standorten. Dabei legten Beschäftigte stundenweise die Arbeit nieder, um ihrer Forderung nach einer angemessenen Gehaltserhöhung Nachdruck zu verleihen. Es geht dabei aber auch um verbesserte Bedingungen für die Beschäftigten und letztendlich um diejenigen, die betreut und versorgt werden.
Nächster Verhandlungstermin ist für 26. Jänner 2026 geplant, Streiks wurden von Gewerkschaften bereits angekündigt.
Relevante links:
https://www.gpa.at/
https://www.vida.at/de/artikel/soziale-dienste/2025/swoe-kollektivvertrag-2026
https://www.swoe.at/1142,,,2.html
In dieser Sendung präsentieren wir eine Sendungswiederholung zu den KV-Verhandlungen 2020, mit dem Blick darauf: verändern sich KV-Verhandlungen inhaltlich?
Das Ringen um die 35-Stunden-Woche
In den Kollektivvertragsverhandlungen forderten die 125.000 Beschäftigen der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) nur eines:
Arbeitszeitverkürzung auf 35-Stunden-Woche
Die Verhandlungen für die Beschäftigten im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich (SWÖ) wurden in der Nacht vom 2. März 2020 erneut ergebnislos unterbrochen. Die Gewerkschaften GPA-djp und Vida riefen zu österreichweiten Streiks im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich auf, um den Druck weiter zu erhöhen. Für 24. und 25.3. waren Streiks geplant, bevor am 26.3. die achte Verhandlungsrunde begonnen hätte. Dann kam Corona.
Am 1. April 2020 wurde eine Einigung in den KV-Verhandlungen der SWÖ bekanntgegeben.
Aus der Presseaussendung vom ÖGB am 1.4.2020:
„….Wir haben einen guten Abschluss mit Verantwortung erreicht“, lobt Horst Schachner, Vorsitzender des steirischen ÖGB und auch Vorsitzender der Fachgewerkschaft vida in der Steiermark, das heutige Ergebnis der Kollektivvertragsverhandlungen….“
Wie wirkt sich dieses Ergebnis auf die Verhandlungen in anderen Institutionen aus?
Wie geht es unter den noch herausfordernden Umständen in Corona-Zeiten für die Beschäftigen der SWÖ weiter und sind mit dem Ergebnis alle Beteiligten zufrieden?
Im Gespräch:
Walerich Berger, Geschäftsführung Jugend am Werk, steirischer Arbeitgebervertreter – per Skype
Michael Bukoschegg, organisatorische Geschäftsführung Psychosoziales Zentrum Voitsberg GmbH – Livestudio
Beatrix Eiletz, Betriebsratsvorsitzende Volkshilfe Stmk., Chefverhandlerin der GPA-djp – Livestudio
Stefan Kraker, Betriebsratsvorsitzender Caritas Diözese Graz-Seckau – per Telefon
Moderation: Karin Schuster


