Folge 4 der Podcast-Staffel: Friedensaktivistinnen – Auf Spurensuche in Wien
In dieser vierteiligen Podcast-Staffel möchte ich die vergessene Geschichte Wiens und seiner Friedensfrauen erzählen. Ich lade euch, liebe Hörer*innen, ein, darüber zu reflektieren, welche Lehren wir aus dieser Vergangenheit ziehen können. Verleihen wir verdrängten Friedensideen ein Gehör:
In der letzten Folge der Podcast-Reihe steht die friedensbewegte und hartnäckige „Grüne“ Freda Meissner-Blau (1927-2015) im Fokus. Sie war eine zentrale Figur der österreichischen Umweltbewegung, frauenpolitisch aktiv und setzte sich für Friedensinitiativen ein.
Freda war Flüchtende im Dritten Reich. Ein geordnetes Familienleben erlebte sie nur kurz. Ein friedliches Zusammenleben war ihr von jeher wichtig. Die Folge zeichnet Fredas politischen Weg nach und ordnet ihr Wirken in die Geschichte der sozialen Bewegungen Österreichs ein: Sie engagierte sich gegen Atomkraft, unter anderem im Widerstand gegen das Kernkraftwerk Zwentendorf, dessen Bau 1978 per Volksabstimmung verhindert wurde. 1984 war sie Sprecherin im Kampf um die Hainburger Au, wo ein Wasserkraftwerk hätte gebaut werden sollen.
1986 war Freda Mitbegründerin der Partei „Die Grünen – Die Grüne Alternative“, zog in den Nationalrat ein, als erste weibliche Klubobfrau in der Geschichte Österreichs.
Im Gespräch mit:
Rebecca Giesemann ist seit 2023 Archivarin im Grünen Gedächtnis, dem Archiv der Partei „Die Grünen – Die Grüne Alternative“ und der Umweltbewegungen in Österreich. Davor hat sie Wissenschafts- und Technikgeschichte studiert und in verschiedenen Museen Ausstellungen kuratiert.
Maria Mesner ist Universitätsdozentin für Zeitgeschichte an der Uni Wien, Senior Research Fellow am dortigen Institut für Zeitgeschichte und leitet das Kreisky- und das Johanna Dohnal Archiv. Sie forscht zur Geschlechtergeschichte des 20. Jahrhunderts in Europa und den USA. Ihre jüngste Veröffentlichung ist “Wessen Körper? Wessen Leben? Wessen Recht? Das Abtreibungsverbot und seine Wirkungen in Österreich, Wien (Picus) 2025.”
Nicolas Pawloff, Sohn von Freda Meissner-Blau. Bruder, Vater, Stiefvater, Großvater, vielleicht auch Freund, der den Glauben an die Menschheit noch immer nicht verloren hat: „Ich will mir an meinem letzten Tag ehrlich in den Spiegel schauen und behaupten können, ich habe mein Bestes gegeben, um eine bessere Welt zu hinterlassen.“
Stefan, Archivar im Archiv der sozialen Bewegungen, wo er seit vielen Jahren tätig ist. Das Archiv sammelt seit über 25 Jahren Materialien (Zeitschriften, Broschüren und Flugblätter) zu allen möglichen alternativen, parteiunabhängigen Initiativen und Bewegungen in Österreich.
Mehr Informationen unter:
https://www.mediathek.at/atom/136CE4C7-18C-0022D-00000518-136C4C37/
https://contextxxi.org/_freda-meissner-blau_.html
https://freda.at/kategorie/archiv/
Alle Podcast-Folgen nachhörbar unter: https://friedensaktivistinnen.projecttac.com/
Sendungsgestaltung und Foto: Tania Napravnik
Dieser Beitrag wurde im Rahmen des fjum- Recherche-Wien-Stipendiums gestaltet.
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„This is the way I live – with the heart of a child, but the brains of an adult“
[Sendungsübernahme von A Cup of Care – Erstausstrahlung am 27. Oktober 2024, 10:00]
Growing up as a girl in a nomadic society in rural Kenya, there were many challenges to overcome, but also countless ways to explore resilience and resistance. I met Zeinab Bille Abdullahi at an international conference and was immediately captivated by her infectious laughter, energy, and curiosity.
At just 12 years old, Zeinab discovered her passion for writing, using poetry and short stories as a canvas to express her imagination and navigate the complexities of her world. Writing became her outlet in an environment that often silenced women’s voices.
By engaging with other girls, building networks, and speaking out against injustices, Zeinab found a way to empower others – advocating for better laws and supporting girls and women both locally and internationally.
What a privilege it was to speak with her.
Sendungsgestaltung: Ute Mayrhofer, A Cup of Care
Musik:
Pata Pata – Miriam Makeba
Firefly – Hiromi
Voice – Hiromi
Fotocredits: Damian Patkowski









