In Memoriam Bruno Kreisky
Vorbild für Neutralitäts- und Friedenspolitik
Am 17.Oktober 2025 fand anlässlich 70 Jahre Neutralität eine außergewöhnliche Veranstaltung zum Gedenken an Bruno Kreisky statt. Gerhard Kofler von Abfang lud gemeinsam mit dem Aktionsradius Wien zu einer Radtour in Wien, die ihren Abschluss in der Gedenkstätte Karajangasse 14, dem heutigen Gymnasium am Augarten, fand. Dort führte Mag. Renate Pražák durch die Gedenkstätte, in der auch Bruno Kreisky inhaftierte war. Anschließend hielt der Politikwissenschaftler Prof. Heinz Gärtner einen Vortrag über das Wirken und die Bedeutung Bruno Kreiskys für eine engagierte und glaubhafte Neutralität.
Die Gedenkstätte Karajangasse wurde 1999 vom Aktionsradius in Kooperation mit dem Brigittenauer Gymnasium sowie Polytechnikum als Erinnerungsstätte gestaltet und eröffnet. Sie befindet sich in den Kellerräumlichkeiten des Gymnasiums am Augarten (Brigittenauer Gymnasium), einem ehemaligen Anhaltelager.In der damaligen hier bestehenden Volksschule befand sich nach dem „Anschluss an Hitler-Deutschland“ ab April 1938 ein Gestapogefängnis, ein sogenanntes Sammellager oder Not-Arrest. In diesem waren Häftlinge zu Hunderten in den Klassenräumen bis zu ihrem Abtransport (vorrangig nach Dachau) eingepfercht, unter ihnen Dr. Bruno Kreisky und Fritz Grünbaum.
Gedenkstätte Karajangasse Friedensatlas
Heinz Gärtner: Ideen zum positiven Frieden. delta Verlag 2025











