In dieser Sendung nehme ich Sie mit auf eine persönlich Entdeckungs- und Forschungsreise in Kolumbien, die ich als Ethnologin gemeinsam mit der Intuitionsforscherin Regina Morgenstahl unternommen habe.
In Kolumbien gibt es eine große Vielfalt an indigenen Völker, über 100 verschiedene Gruppen, aber nur 2 Prozent der Menschen in Kolumbien gelten als indigene Bevölkerung. Im Raum Bogota sind es die Musicas. Heute zählen sich aktuell 12000 Personen zu den Muiscas, die in Kundinamarka und Boyaca wohnen. Das Verständnis von indigen ist es, als Teil der Erdgemeinschaft ein Naturverbundenes Leben führen. Seit einigen Jahren ist eine Re-indigenisierung in Kolumbien zu bemerken. So entdecken zum Beispiel Menschen, die sich zuerst nur akademisch mit der eigenen Geschichte beschäftigen, ihre Wurzeln als Muiscas und schliessen sich bestehenden Gemeinden an, um ein Leben zu führen, dass wieder in Verbundenheit mit der Natur, mit den alten Ritualen, Liedern, Anbauweisen und auch mit dem Erlernen der Sprache einhergeht.
Wir reisen in dieser Sendung von Villa de Lleyva, wo wir den Österreicher Manfred treffen, der sich schon seit den 80iger Jahre in Kolumbien aufhält und heute in der Nähe der heiligen Lagune der Muiscas, im Nationalpark von Iguaque, eine Finca bewohnt. In einem weitern Interview Angelika, ein aus Deutschland eingewanderte Kolumbinarin über ihre Sichtweise der „Muiscabewegung“. Dann spricht die Heilerin Angelika, wie sie durch das Leben in einfachen Verhältnissen in der Natur am Fusse dieser Lagune direkt von der Natur gelernt hat. Im Norden von Kolumbien, dem Tayorona Park, treffen wir auf Brigillio aus der Wiwa Kultur, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Besucher in seine Kultur und Gegend einzuführen. Er leitet auch Führungen in die Ciudad Perdida. Abschliessend lernen wir Jesus, den governor, der Communidad SUBA de MUISCA, kennen. Er erklärt uns den Jahreszyklus der Muiscas. Zum Ausklang besuchen wir noch gemeinsam einen Garten der Muisca Frauen.
Sendungsgestaltung: Andrea Hiller











