„Asbest in Ostösterreich: Greenpeace und Umwelttoxikologe warnen vor hoher Asbestfaser-Belastung im Frühling und Sommer
Umweltschutzorganisation kritisiert „Richtwert” der Taskforce als unwissenschaftlich – fordert Sofortmaßnahmen statt Verlagerung des Problems
Wien (OTS) –
Auf Ostösterreich kommt aktuell eine Trockenperiode mit bis zu 15 Grad zu. Stefan Stadler, wissenschaftlicher Experte bei Greenpeace Österreich warnt: „In der wärmeren Jahreszeit ist mit signifikant höheren Asbestwerten in der Luft zu rechnen. Dadurch besteht nicht nur große Gefahr, dass Asbestfasern in der Außenluft eingeatmet werden, die krebserregenden Fasern können auch in die Innenräume verschleppt werden.”
Bei einem erneuten Lokalaugenschein stellte Greenpeace fest, dass weiterhin faustgroße, poröse Asbestbrocken neben und auf dem Gehsteig vor der Kinderkrippe Oberwart liegen. Ebenso befinden sich am zugehörigen Parkplatz reine Asbesteinschlüsse im Asphalt. Während der asbestbelastete Schotter der Krankenhausbaustelle bei der Klinik Oberwart abgedeckt wurde, liegt weiterhin deutlich sichtbar asbestbelasteter Feinschotter im Straßenbankett. Direkt am Bankett parken Autos der Patient:innen und Besucher:innen.
Greenpeace fordert die burgenländische Landesregierung erneut auf, umgehend im Sinne des Minimierungsgebotes von Umweltgiften mit Sofortmaßnahmen wie der Entfernung von Asbestmaterial an allen betroffenen Standorten zu beginnen. „In Deutschland müsste ein dermaßen asbestbelasteter Schotter längst abgetragen werden. Es ist für mich unverständlich, wie von offizieller Seite in Österreich versucht wird, die Gefahr kleinzureden”, sagt Umwelttoxikologe Dr. Weis.“


