WiderstandsChronologie 20. Feber bis 15. März 2026

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WiderstandsChronologie
  • WiderstandsChronologie-2026-03
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WiderstandsChronologie 19. Mai bis 15. Juni 2025

#Akademikerball #Iran #Männerkundgebung #FeministischerKampftag #LongCovidAwareness #MECFS

 

Willkommen bei der WiderstandsChronologie mit ein paar Ausschnitten aus Kundgebungen und Demonstrationen der letzten vier, fünf Wochen Wochen.

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20. Feber 2026: Proteste gegen so gen. Akademikerball

300–400 Personen beteiligten sich am 20. Feber 2026 in Wien am antifaschistischen Budenbummel gegen den so genannten Akademikerball und gegen rechtsextreme Burschenschaften.

[Redenausschnitte]

Gleichzeitig demonstrierten mehrere hundert Demonstrant*innen mit der „Offensive gegen rechts“ von der Uni Wien zum Stephansplatz.

Ungefähr 300 Leute nahmen anschließend am Protest des „antifaschistischen Bündnisses Ballhausplatz“ gegen den so genannten Akademikerball rechtsextremer Burschenschaften am Michaelerplatz teil (einem der für Ballbesucher*innen möglichen Zugang zum Ballsaal). Dort drang mehrmals Polizei in die Kundgebung ein und zerrte vier oder fünf Personen wegen des Vorwurfs, dass sie sich vermummt gehabt hätten, aus der Kundgebung raus und hinter ihre Sperrgitter. Bis auf eine Person wurden alle nach einer Identitätsfeststellung wieder freigelassen. Eine Person, die sich nicht ausweisen konnte, wurde festgenommen.

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22. Feber 2026: Russians Against War

30–40 Personen protestierten am 22. Feber 2026 mit „Russians Against War“ am Stephansplatz in Wien gegen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

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24. Feber 2026: Marsch des Lichts für die Ukraine

1100–1500 Personen beteiligten sich am 24. Feber 2026 in Wien am „Marsch des Lichts“ für die Ukraine – aus Anlass des 4. Jahrestags des russischen Überfalls von 2022.
(Parlament–Karlsplatz)

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Anfang März 2026: Demonstrationen für und gegen das Mullah-Regime im Iran

Am 1. März, dem Tag nach Beginn des Präemptivangriffs von Israel und USA auf den Iran,

  • demonstrierten tausende Menschen gegen das iranische Mullah-Regime und für Reza Pahlavi als von ihnen gewünschtem neuem Schah.
  • demonstrierten Antiimperialist*innen am Stephansplatz gegen den Angriff auf den Iran und zeigten mit Flaggen der islamischen Republik und Bildern des obersten Führers Ali Chamenei Unterstützung für das Mullah-Regime.

Am 2. März

  • demonstrierten 200–230 Menschen gegen einen Krieg gegen den Iran sowie gegen Imperialismus, aber auch gegen das Mullah-Regime sowie gegen einen Schah. (Sigmund-Freud-Park–Parlament) [Redenausschnitte]

Am 4. März

  • demonstrierten Gegner*innen des Mullah-Regimes vor dem Islamischen Zentrum Imam Ali in Wien-Floridsdorf gegen eine drinnen stattfindende Trauerfeier für den beim israelisch/US-amerikanischen Angriff auf den Iran getöteten obersten Führer Ali Chameini. Laut Angaben des Fotografen „Esterreicher“ auf Bluesky nahmen daran 100 bis 150 Personen teil. An der Trauerfeier nahmen laut Polizei „mehrere hundert Personen“ teil. Nach Angaben der Polizei endete die Trauerveranstaltung um 20 Uhr. Zirka um 21 Uhr seien alle Teilnehmer*innen abgeströmt gewesen und die Gegenkundgebung beendet worden. Um 21:30 habe die Polizei ihren Einsatz beendet. Wenige Minuten darauf seien dann wieder 70 Personen vor das Islamische Zentrum Imam Ali zurückgekehrt und „in eine körperliche Auseinandersetzung“ „geraten“. Dabei seien auch Stöcke und Holzlatten verwendet worden. Neun Personen seien verletzt worden, sieben davon wurden in ein Spital gebracht.

Am 7. März

  • demonstrierten rund 500–600 Personen unter dem Motto „Hands off Iran“ – mit Flaggen der islamischen Republik und Palästinas sowie Bildern von Chamenei – gegen Krieg und Imperialismus (und gegen Israel …).

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7. März 2026: Männerkundgebung gegen Gewalt an Frauen 

1200–2000 Personen nahmen am 7. März 2026 vor dem Parlament in Wien an einer „Männerkundgebung“ zum Thema „Männer gegen Gewalt an Frauen – Männer gegen Femizide“ teil. [Redenausschnitte]

Aufnahme der kompletten Kundgebung:
https://cba.media/762138

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8. März 2026: Feministischer Kampftag

Am 8. März, dem internationalen feministischen Kampftag, gab es auch heuer mehrere Demonstrationen. Die größte davon war die Take-back-the-streets-Demo vom Märzpark zum Heldenplatz mit tausenden Teilnehmer*innen.

Nicht zuletzt weil nach dem 7. Oktober 2023 kein Konsens mehr über die Ablehnung von jedem Antisemitismus aufrechterhalten werden konnte, und am 8. März 2024 sogar Teilnehmer*innen eines Blocks gegen Antisemitismus tätlich angegriffen worden waren, zogen sich viele frühere Mitorganisator*innen von Take back the streets zurück. Seit 2025 gibt es eine dezidiert antisemitismuskritische Demonstration für einen universellen Feminismus unter dem Titel Feminism unlimited.

Hier wurde auch erklärt, wie es zu dieser Trennung kam.

[Redenausschnitte]

Die Reden auf der Feminism-Unlimited-Wien-Demo vom 8.3.2026 zum Nachhören:
https://cba.media/762231

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9. März 2026: Frauen*Streik vor dem Parlament

600–800 Personen beteiligten sich am 9. März 2026 an einer feministischen Frauen*streikaktion in Wien, saßen, lagen und tanzten vor dem Parlament.

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9. März 2026: Frauenstreik-Kundgebung und Betriebsversammlung

150–200 Personen nahmen am 9. März auf der Mariahilfer Straße an einer Frauenstreik-Kundgebung und Betriebsversammlung von Beschäftigten im Gesundheits-, Bildungs-, Pflege- und Sozialbereich für ausfinanzierte, faire und sichere Arbeit und ein gutes Leben für alle teil.

[Redenausschnitte]

Aufnahme von Reden auf der Kundgebung:
https://cba.media/762456

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12. März 2026: Protest bildender Künstler*innen für Anerkennung des Künstler*innenausweises im Kunsthistorischen Museum Wien

„Wir produzieren, ihr stellt aus.“
Rund 100 bildende Künstler*innen demonstrierten am 12. März 2026 vor dem Kunsthistorischen Museum Wien für die Anerkennung des internationalen Künstler*innenausweises, mit dem es in den meisten anderen Kunstmuseen auf der Welt freien Eintritt gibt.

[Redenausschnitte]

Aufnahme der Reden und der Open-Mic-Beiträge:
https://cba.media/763071

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15. März 2026: Kundgebung zum Long-Covid-Awareness-Day

700–1000 Personen demonstrierten am 15. März 2026 vor dem Parlament in Wien anlässlich des Long-Covid-Awareness-Tags mit der Initiative MUT – ME: Unterstützung und Teilhabe – für ein besseres Gesundheitssystem, Anerkennung von und Versorgung für alle Betroffenen von Long Covid, ME/CFS und anderen postakuten Infektionssyndromen.

[Redenausschnitte]

Die Kundgebung zum Nachhören:
https://cba.media/763779

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Das war die WiderstandsChronologie.

Wie immer fehlte auch diesmal wieder vieles. Mehr und vollständige Aufnahmen von Kundgebungen und Demonstrationen gibt es im Internet auf der Website nochrichten.net oder widerstandschronologie.wien.

Auf ORANGE 94.0 könnt ihr die WiderstandsChronologie an jedem dritten Freitag eines Monats um 20:30 hören – so lange es ORANGE 94.0 gibt.

Auf Wiederhören.

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