Fußball ist für uns kein Spiel – Fußball ist für uns Jugendarbeit! So steht es an der Werbebande auf der Mitte des Hauptfeldes des SK ADmira Linz geschrieben. Und dieser Satz beschreibt den Urfahraner Traditionsklub vielleicht so passend wie kein anderer.
Seit 1924 bestehend und damit einer der traditionsreichsten Linzer Fußballvereine – der SK ADmira Linz. Der Verein am Urfahraner Bachlberg hat sich nicht zuletzt durch einen selbst aufgetragenen Fokus auf Nachwuchsarbeit als eine DER Adressen im Land etabliert, wenn es um Jugendarbeit geht. Jugendarbeit, die weit über die Linzer Stadtgrenzen hinaus strahlt.
Zuallererst ein Disclaimer: so ganz voreingenommen sind wir nicht, wenn es um die ADmira geht. Habe ich doch selbst einen Gutteil meiner Kindheit und frühen Adoleszenz am Bachlberg verbringen dürfen. Die heutigen Hauptprotagonisten sind die Nachwuchsfußballer von früher. „Urgestein“ Marco Höglinger, seit Mitte der Achtziger mit kurzer Unterbrechung im Verein, ist der aktuelle Obmann des Vereins. Wolfgang Zeilinger ist als Nachwuchstrainer gestartet und ist in die Funktion des Nachwuchsleiters im letzten Sommer nachgefolgt. Eine Funktion, die bei der ADmira vielleicht noch viel essenzieller ist als anderswo. Beide sind zu Gast in der neuesten Episode von „Das magische Dreieck“.
Was die ADmira auszeichnet, ist für einen städtischen Verein nicht selbstverständlich: die familiäre Atmosphäre am Sportplatz am Bachlberg. Hören anderorts Spieler auf, sind sie oft weg. Hier stehen ehemalige Aktive und deren Eltern auch danach noch hinter der Ausschank, an der Kassa oder anderorts am vielleicht idyllischten Sportplatz der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Oder renovieren die Anlage und sinnieren in der Kantine über längst vergangene Zeiten. Wenn sie nicht selbst noch bei den „30+“ und den „40+“ aktiv sind und dem runden Leder nachjagen. Was „am Land“ vielleicht selbstverständlich wäre (und auch dort nicht für garantiert anzunehmen ist), ist bei der ADmira auch in der Stadt Realität.
Sportlich ging es bei der ADmira, in den 90er und 2000er Jahren eher weiter unten im Unterhaus, in den letzten eineinhalb Jahrzehnten bergauf. Mit einer „goldenen“ Generation gelang Anfang der 2010er fast der Durchmarsch von der 1. Klasse in die OÖ-Liga. Knapp gescheitert war man aber danach ein Stammgast in der Landesliga Ost. Bis zur letzten Saison, als der bittere Abstieg und damit der Gang in die Bezirksliga angetreten werden musste. Was bei anderen Vereinen zu Panik und Wir-werfen-unser-Konzept-über-den Haufen führen würde, hat die ADmira nur bestärkt. Abgänge wurden großteils aus dem Nachwuchs nachbesetzt, der Trainer kam von den eigenen Juniors (der „Reservemannschaft“), der Weg mit eigener Nachwuchsarbeit wird gnadenlos weitergegangen.
Was Anfang der 2000er unter dem legendären Obmann Heinz Nagl begann, findet auch 25 Jahre später seine Fortsetzung. AD – Anders Denken wurde damals als Devise mit Hauptfokus Nachwuchs ausgegeben, und bis heute beibehalten. Eine Tatsache, die man den Verantwortlichen auch heute noch jederzeit abnimmt. Sportlich will man natürlich zurück in die Landesliga – aber immer mit Fokus auf die sogenannte AD-DNA. Ein Verein, der seine DNA bewahrt hat, aber auch das Thema „Generationenwechsel“ hingekriegt hat. Viel Spaß beim Reinhören in die aktuelle Sendung!









