Tolga Karaaslan, ist Filmemacher und Medienkünslter. Er ist in Wels mit türkischen Eltern aufgewachsen, in seiner Kunst beschäftigt er sich unter anderem mit dem Leben zwischen Kulturen und Sprachen. Ein großer Fokus liegt dabei auf atmosphärischer und visueller Erzählung. Das wird auch in seinem Dokumentarfilm „Baba, Ne Yapmayı Düşünüyorsun“// „Baba, whats your plan“ deutlich. Mit viel Feingefühl erzählt er in ruhigen Bildern die Geschichte seines Vaters und seiner Famile, die von Migration und Krankheit geprägt ist.
Baba, Ne Yapmayı Düşünüyorsun? entfaltet sich als intime dokumentarische Annäherung eines Sohnes an das Leben seines Vaters und zugleich als stilles Portrait einer migrantischen Biografie. Während Celal Karaaslan erzählt und erinnert begleitet Tolga Karaaslan seinen Vater mit der Handkamera auf dessen Weg durch die Vergangenheit: durch Landschaften und Dörfer der Türkei, in denen er aufwuchs und durch die Orte seines Lebens in Österreich. Doch die Rückkehr an frühere Orte offenbart weniger Wiederfindung als Entfremdung: verlassene Häuser, ein zerfallenes Schulgebäude, ein verkauftes Stück Land. Fast alles erscheint nur noch als Spur eines früheren Lebens.
(Hayrunnisa Özçelik)
Bei FRO im Studio spricht Tolga Karaaslan über die 3,5 Jahre die er an seinem Film gearbeitet hat, über die seine Zugänge zu Regie und Kamera und darüber was der Film für ihn bedeutet.
Sein Debütlangfilm „Baba, Ne Yapmayı Düşünüyorsun“// „Baba, whats your plan“ feierte auf der Diagonale Premiere und wird auch am Crossing Europe Filmfestival. Er wurde mit dem Grand Diagonale Award 2026 for Best Documentary Film und dem Mabacher Preis für den besten inklusiven Film ausgezeichnet.






