Stopp-Müllverbrennung-Graz (12) Umwelt. Kreislauf. Energie. Wie Wissenschaft die Welt rettet.

Podcast
Stopp-Müllverbrennung-Graz
  • Allererste - 08.05.26
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Stopp-Müllverbrennung-Graz (1) Kundgebung Hauptplatz Graz
  • Mitschnitt des Science Talk am 24.4.26 in Graz
  • Ressourcen für Europa, Lieferketten, Kreislaufwirtschaft (Grüne Transformation), statt giftigen Feinstaub, Doxine und Furane durch Müllverbrennung.

 

Dioxine und Furane (PCDD/PCDF) sind extrem giftige, krebserregende organische Verbindungen, die als unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsprozessen in Gegenwart von Chlor entstehen. Sie bilden sich besonders Verbrennung von Abfällen, Kunststoffen (PVC), Holzschutzmitteln. Diese verursachen:

  • Krebs: Dioxine gelten als krebserregend.
  • Fortpflanzung und Entwicklung: Sie können Unfruchtbarkeit verursachen, die Entwicklung des Fötus stören und Fehlgeburten auslösen.
  • Hormonsystem: Störungen des Hormonhaushalts, einschließlich Schilddrüsenerkrankungen.
  • Immunsystem: Schwächung der Immunabwehr, was die Anfälligkeit für Infektionen erhöht.
  • Haut: Schwere Hauterkrankungen wie Chlorakne.
  • Nervensystem: Nervenschäden und neurotoxische Wirkungen.
Hauptkritikpunkte an der Dioxinmessung:
  • Partikelanlagerung & Messmethoden: Dioxine sind wasserabweisend und heften sich oft an Staubpartikel im Abgas. Kritiker befürchten, dass Messmethoden, die nicht den gesamten Staubanteil adäquat erfassen, die reale Dioxinbelastung unterschätzen.
  • Stichproben statt Kontinuität: Während viele Schadstoffe kontinuierlich gemessen werden, erfolgt die Dioxinmessung häufig durch zeitlich begrenzte Stichprobenahmen (Diskontinuierliche Messung). Kurzzeitige, hohe Dioxin-Emissionen (“Spitzen”), die beispielsweise bei An- und Abfahrvorgängen oder durch unregelmäßige Müllzusammensetzung entstehen, können dabei übersehen werden.
  • Variabilität der Abfallzusammensetzung: Da die Müllzusammensetzung (PVC, Elektronik, lackierte Materialien) stark schwankt, ist eine gleichbleibend niedrige Verbrennungsqualität schwer zu garantieren, was zu plötzlicher Dioxinbildung führen kann.
  • Re-Synthese im Abgasweg: Dioxine entstehen oft nicht direkt im Feuer, sondern bei der Abkühlung der Rauchgase (De-novo-Synthese) im Bereich von 300 bis 600 °C, was die Messung vor und nach der Filterung komplex macht

Die Feinstaubpartikel lösen Entzündungen und Stress in menschlichen Zellen aus. Hält dies über einen längeren Zeitraum an, kann es zu Erkrankungen führen. Die langfristigen Effekte von Feinstaub (insbesondere 2,5 PM), die bei einer Belastung über Monate und Jahre entstehen, wirken sich auf die Atemwege (z. B. Asthma, verringertes Lungenwachstum, Bronchitis, Lungenkrebs), das Herz-Kreislaufsystem (z. B. Arteriosklerose, Bluthochdruck, Blutgerinnung), den Stoffwechsel (z. B. Diabetes Mellitus Typ 2) und das Nervensystem (z. B. Demenz) aus. Eine kurzfristige (Stunden oder Tage andauernde), hohe Belastung kann zu Bluthochdruck, Herzrhythmusvariabilität sowie Krankenhaus- und Notfalleinweisungen meist aufgrund von Herz-Kreislauferkrankungen führen. Insgesamt erhöht Feinstaub die Sterblichkeit.

Feinstaub stellt eine besondere Belastung für Kinder, Menschen mit vorgeschädigten Atemwegen und ältere Personen dar. Kinder atmen im Verhältnis zu ihrer körperlichen Größe mehr Luft ein als Erwachsene. Zudem befindet sich ihre Lunge im Wachstum. Eine Schädigung und beeinträchtigte Funktion der Lunge, die durch Feinstaub entstehen kann, kann sich somit auf ihr weiteres Leben auswirken. Menschen mit vorgeschädigten Atemwegen, wie Asthma oder chronischer obstruktiver Lungenerkrankung, reagieren besonders empfindlich auf Feinstaub und es kann zu vermehrten Asthmaanfällen und auch Krankenhauseinweisungen kommen. Auch ältere Menschen sind besonders gefährdet, was eine erhöhte Feinstaubkonzentration angeht, insbesondere dann, wenn sie unter chronischen Krankheiten leiden.

Grenzwerte:

Für die Landespolitiker der Steiermark sind 250.000 hochgiftige Partikel pro cm3 nicht zu viel, sondern noch unter dem Bereich des Grenzwertes!

In einer Stunde würden 80.000 m3 Abgase aus der Müllverbrennungsanlage “Energiewerk Graz” ausgestoßen.

Das wären insgesamt 20.000.000.000.000.000 Feinstaub Partikel pro Stunde, an denen sich hochgiftige Doxine und Furane angeheftet haben können, die den Schornstein trotz Filter verlassen und die Grazer Luft verseuchen.

Das Anheften (Adsorption) von Dioxinen und Furanen an Feinstaub ist ein wesentlicher Prozess, der die Ausbreitung dieser Schadstoffe in der Umwelt und ihre Aufnahme durch den Menschen maßgeblich beeinflusst. Dioxine und Furane gehören zu den persistenten organischen Schadstoffen (POPs), die schwer abbaubar sind.
  • Mechanismus der Adsorption: Da Dioxine und Furane lipophil (fettlöslich) und oft schwerflüchtig sind, verbinden sie sich leicht mit feinen Staubpartikeln, Ruß oder Aerosolen in der Luft, 
  • Entstehung: Diese Schadstoffe entstehen als unerwünschte Nebenprodukte, oft bei Verbrennungsprozessen (z.B. in Verbrennungsanlagen).
  • Transport und Aufnahme: Gebunden an Feinstaub können diese Stoffe über weite Strecken transportiert werden und gelangen durch Einatmen tief in die Lunge, was eine signifikante Aufnahmepfad darstellt.
  • Gesundheitliche Wirkung: Toxische Verbindungen wie Dioxine und Furane können sich auf der Oberfläche von ultrafeinen Partikeln anlagern und im Körpergewebe freigesetzt werden, was chronisch toxisch wirkt.

 

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