Dankbarkeit: Diese Stärke gibt Menschen die Fähigkeit, sich der guten Dinge, die passieren, bewusst zu sein und sie nicht für selbstverständlich zu halten. Sie nehmen sich immer die Zeit, sich für Gutes zu bedanken. Dabei gibt es einerseits jene Form des Dankbarkeitserlebens, bei der jemand etwas Gewünschtes bekommt, und andererseits eine allgemeinere Dankbarkeit, die dadurch entsteht, dass jemand das würdigt, was ihm wertvoll und wichtig ist. […].
aus Ebner, M. (2019): Positive Leadership, Kapitel 6.4, facultas Verlag.
Was bedeutet es, mit Michaela Etzlinger-Raab über Dankbarkeit zu reden? Ich finde, das Gefühl überträgt sich bei ihr über die Augen und das Lächeln – und ganz stark über die Stimme. Deswegen glaube ich ihr auch sofort, wenn sie sagt, sie sei ein dankbarer Mensch. Es ist einfach spürbar!
Und es gibt da auch konkrete Dankbarkeitserfahrungen aus dem Leben, wie ihre Erlebnisse mit den beiden Söhnen, oder als spanische Freunde für sie ein Musikstück komponiert haben. Meine heikle Frage durfte ich auch stellen: Wie um alles in der Welt kann man für traumatische Erfahrungen dankbar sein? Michaela weiß als Körperwahrnehmungs-Trainerin davon zu berichten, dass solche Hürden uns wachsen lassen.
Wir sprechen über die dreifache Freude der Dankbarkeit, die Aspekte Gratitude und Gratefulness und warum es mitunter moralischen Druck erzeugt, Gefälligkeiten “gratis”, also unverdient zu bekommen. Wir beide jedenfalls wollen üben, statt einer Verpflichtung mehr und mehr Dankbarkeit für erfahrene Wohltaten zu verspüren.
Gespielte Stücke:
1. Ya N’Digba – Sierra Leone’s Refugee All Stars
2. Everyday Good – Patrice
3. Zapatillas – El Canto del Loco
4. Time to Pretend – MGMT
5. Für immer – Mono & Nikitaman
6. Aprilis – Mikis Theodorakis
7. Thank U – Alanis Morisette






