“Wissen macht Leute” reist mit dieser Folge ins Weinviertel der Vergangenheit, wo vor circa 7000 Jahren in Asparn/Schletz viele Bewohner*innen einer oder mehrerer jungsteinzeitlicher Siedlungen beim sogenannten “Massaker von Schletz” einem Gewaltereignis zum Opfer fielen. Das legen zumindest die Funde menschlicher Überreste in alten Befestigungsanlagen nahe. Doch warum liegen dort Tote aus verschiedenen Siedlungen? Könnte ein Zusammenschluss in Asparn/Schletz als potentielles soziales Zentrum die Reaktion auf eine Krise gewesen sein? Was war das für eine Krise und was genau ist damals wohl geschehen?
Was klingt, wie das Drehbuch eines True Crime-Podcasts ist eine neue Folge des Citizen Science-Podcasts von “Österreich forscht” mit dem Team des Forschungsprojekts “Durch die Krise vereint?” – “United by crisis?”, die mit der Unterstützung von Citizen Scientists diesen Fragen auf den Grund gehen wollen. Johanna Irrgeher von der Montanuniversität Leoben, Julia Längauer und Jakob Maurer von der Universität für Weiterbildung Krems berichten, was Archäologie und analytische Chemie für Aufschlüsse über dieses jahrtausendealte Ereignis geben können und wie viel Citizen Scientists auf mehreren Ebenen dazu beitragen konnten. Wir hören vom Frieren im Feld, hinichen Häferln und was der Zahnschmelz noch viele tausend Jahre später über die frühkindliche Ernährung verrät. Viel Freude mit dem Deep Dive ins Neolithikum!
Österreich forscht Tipp des Monats: Barbara Birli und Marie-Luise Wohlmuth vom Projekt StadtBaumBoden rufen Interessierte dazu auf, bei der Erforschung von Stadtbäumen in Wien und Innsbruck zu unterstützen.
Aktuelle Projekte, bei denen Sie mitforschen können, finden Sie auf der Website von „Österreich forscht“. „Österreich forscht“ ist die österreichische Citizen Science Plattform, die von der BOKU University koordiniert wird.
Wenn Sie Allgemeines zu Citizen Science erfahren wollen, empfehlen wir Ihnen unsere erste Sendung. Wir freuen uns auch über Fragen, Anregungen oder Feedback an office@citizen-science.at.
