Who the hell is James Webb oder Wie Henrietta Leavitt den Schlüssel zum Universum entdeckte

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Nachspann
  • Nachspann 65_aufnahme audacity studio 1_2
    112:55
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Kain-Literaturpreis 2024_Preisträger*innen (2)
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Kain-Literaturpreis 2024_Preisträger*innen(1)

Hörstück von Katharina Kain.

Welturaufführung am 24. Mai 2026, live aus dem Studio 1 von Radio FRO.

Who the Hell is James Webb? oder Wie Henrietta Leavitt den Schlüssel zum Universum entdeckte” erzählt die Geschichte der Astronomin Henrietta Leavitt, die zwischen 1895 und 1921 am Harvard Observatorium als sogenannte Rechnerin arbeitete.

Die Frauen, die heute als „Harvard Computers” bekannt sind, befanden sich im Zentrum der astronomischen Forschung. Mit Lupe und Bleistift analysierten sie die Daten der weltgrößten Sammlung an Himmelsfotografien und machten Entdeckungen, die das Verständnis des Weltraums verändern und bis heute prägen sollten.

Das Stück spielt an Leavitts Arbeitsplatz, wo sie mit ihrer Kollegin Annie Jump Cannon eigene und universelle Erkenntnisse diskutiert. Zuweilen spielt es auch unter Wasser, wo Jahrhunderte alte Eishaie über den Verlauf der Geschichte und das Geschriebenwerden der Geschichte Bescheid wissen.

Dramatis Personae:

Henrietta Swan Leavitt, Astronomin
geboren 1868
gelesen von Carla Nicolini

Annie Jump Cannon, Astronomin
geboren 1863
gelesen von Alenka Maly

Großer Eishai
geboren 1626
gelesen von Katharina Kain

Kleiner Eishai
geboren 1926
gelesen von Erich Klinger

Sounds und Geräusche: Katharina und das Kollektiv

Tontechnik und Aufnahme: Erich Klinger

 

Mit dieser Sendung beende ich meine Nachspann-Aera, die am 29.3.2011 mit einer einstündigen Sendung über das Buch „Der Elefantenfuß“ von Hans Platzgumer begann. Auch als Fortschreibung meiner Sendereihe „Summerau,96“, die ich mit Juni 2011 an Wally Rettenbacher übergeben habe.

Ich war, zählt man beide eigenständigen Sendereihen mit „Schwerpunkt Literatur“ zusammen, im Zeitraum März 2000 bis Mai 2025 für 136 Summerau,96-Sendungen und für 65 Nachspann-Sendungen verantwortlich – mit dem Zusatz, dass etwa 8 bis 9 der Summerau-Sendungen nicht von mir, sondern von Petra Mayer, Manuela Mittermayer und Wally Rettenbacher gestaltet und umgesetzt wurden, wie auch ich umgekehrt als Gastgestalter bei Wally oder bei FRO-eigenen-Sendungen tätig war.

Summerau,96 war als „unzuordnbares Magazin“ allerdings auch öfter auf nicht-literarischen Wegen, Abwegen und Pfaden unterwegs, nichtsdestotrotz ist die Zahl an AutorInnen, die in vielfältiger Weise zu Wort kamen, beachtlich. Nachspann kam mit weniger „Spielflächen“ aus, wurde ab Folge 3 zwei-stündig und mit verstärktem Literaturbezug – auch in Form umfassenderer Portraits – ausgestrahlt. Mit weniger Sendungen pro Jahr – nicht mehr monatlich – konnte ich mir „damals“ im Frühjahr 2011 vorstellen, auch weiterhin Literatur on Air zu bringen und daraus wurde eine Sendereihe, die mir zusehends bedeutsam vorkam, auch im Sinne einer Ernsthaftigkeit der eigenen Radioarbeit.

Danke an Radio FRO für die Möglichkeit, 26 Jahre zeitgenössische Literatur on Air zu bringen, zumeist in Form von Lesungen und Gesprächen mit den jeweiligen AutorInnen im Studio, aber auch in Form von Aufzeichnungen bei Veranstaltungen, Wiedergabe von Hörstücken oder Vorträgen…

Ohne Infrastruktur keine Sendungen, umgekehrt jedoch auch ohne Sendungsmachende mit langem Atem keine derartige Geschichte.

Nachspann wird ab 30. Juni vom Autorenkollegen Rudolf Habringer weitergeführt. Glück auf!

Erich Klinger, 07. Juni 2026

 

Musikliste Laura Veirs im und nach dem Stück:

Fire snakes*; Through the glow*; The Cloud Room~; Drink deep#; Galaxies*; Riptide~ (Alben: *Year of Meteors, #Saltbreakers, ~Carbon glacier – Nonesuch Records und Nonesuch Records and Bella Records)

Anschließend: nochmals Fire snakes*; Ocean night song#; Lake swimming*

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