Zwischen Brasilien, Eifel und Berlin: Stephan Hellweg im Gespräch
Schauspieler, Moderator und Sprecher Stephan Hellweg war zu Gast bei FEM POEM. Im Gespräch mit Romina Achatz ging es um seine autobiografische Lesereihe Zwischen Brasilien, Eifel und Berlin, um Literatur als Begleiterin durch unterschiedliche Lebensphasen und um die Frage, wie persönliche Erfahrungen in künstlerische Arbeit einfließen.
Hellweg wurde in Brasilien geboren und wuchs nach seiner Adoption in der Eifel auf. Heute arbeitet er für Theater, Film und Fernsehen. Er war unter anderem im Kinofilm Führer und Verführer von Joachim A. Lang zu sehen, arbeitete mit international renommierten Künstlerinnen wie Meg Stuart und Deborah Hay und spielt in der fünften Staffel der ZDFneo-Comedyserie Doppelhaushälfte.
In Zwischen Brasilien, Eifel und Berlin verbindet Hellweg seine eigene Biografie mit Literatur. Texte von Christopher Isherwood, James Baldwin, Naja Marie Aidt und weiteren Autor:innen treffen auf Erinnerungen und Erfahrungen aus seinem eigenen Leben. Während der Sendung präsentiert er Ausschnitte aus der Lesereihe.
Inspiriert von “Der Soundtrack meines Lebens” suchte er nach der Literatur des Lebens. Bücher werden zu Erinnerungsräumen, zu Wegmarken und manchmal auch zu einer Sprache für Erfahrungen, für die zunächst die eigenen Worte fehlen.
Ein weiterer Teil des Gesprächs widmet sich Long Covid und ME/CFS und damit der Erfahrung eines Körpers, dessen Möglichkeiten sich plötzlich verändern können. Auch hier stellt sich die Frage nach Sprache, Sichtbarkeit und danach, wie persönliche Krisen Eingang in künstlerische und biografische Erzählungen und Werke finden.
So entsteht ein Gespräch über Schauspiel und Literatur, über Herkunft und Erinnerung, über Krankheit, Freundschaft, Abschied und künstlerische Praxis – und darüber, welche Bücher uns zu bestimmten Zeitpunkten unseres Lebens finden und vielleicht länger bei uns bleiben, als wir zunächst ahnen.











