Das Radkollektiv Radieschen hat sich in Linz gegründet für gemeinsame Ausfahrten und Vernetzung von Radbegeisterten.
Seit Frühjar 2026 gibt es das Kollektiv. Die Idee dahinter war, gemeinsam Rad zu fahren. Vor allem längere Ausfahrten raus aus Linz stehen am Programm. Das Besondere ist, dass sich Radieschen an alle Level und Räder richtet. Egal ob Rennrad oder Citybike, Radsportler*in oder Gelegenheitsfahrer*in, alle sind willkommen. Bei den Fahrten wird immer aufeinander Rücksicht genommen, Pausen gibt es so viele, wie benötigt werden.
Lou und Emma, zwei der Mitgründer*innen von Radieschen betonen, dass es nicht um Wettbewerb und Schnelligkeit geht. Austausch und Community stehe im Fokus. Während der Fahrt miteinander plaudern und sich besser kennenlernen sei wichtiger, als die Strecke in kürzest möglicher Zeit zu bewältigen. Dafür haben sie auch schon abwertende Kommentare erhalten. Richtig schlimm finden es beide nicht, sie fänden es eher bestärkend, Platz einzunehmen, gerade auch in einem Raum, der öfter von Männergruppen dominiert würde.
Radieschen möchte ein sicherer Ort für FLINTA (Frauen, Lesben, inter, nichtbinäre, trans, und agender) Personen sein. Das bedeutet, dass cis Männer (die sich mit dem männlichen Geschlecht, das sie bei der Geburt zugewiesen bekommen haben, identifizieren) nicht Teil der Radieschen sein können. Das war den Gründer*innen wichtig, da es gerade bei Sportgruppen oft eine binäre Trennung in Männer und Frauen gibt. Trans oder nichtbinäre Personen fänden dann in solchen Räumen keinen Platz, oder könnten sich unwohl fühlen.
Radieschen bietet Platz für diejenigen, die einen safer space möchten und vernetzt Radbegeisterte. Für die Zukunft wünschen sich Lou und Emma, dass Mitglieder des Kollektivs selbst Ausfahrten vorschlagen. So soll eine nachhaltige Motivation geschaffen werden, gemeinsam Rad zu fahren.








