Bei einer Kundgebung wurde gefordert, dass das Angebot der Gewaltambulanz in Linz 24/7 verfügbar sein muss. | Bei der Urban Nature Quest können Bürger*innen Naturbeobachtungen einreichen.
„Ich ging drei mal durch die Hölle!“
Am 9. September fand vor dem Landhaus in Linz eine Kundgebung für eine durchgehend geöffnete Gewaltambulanz in der oberösterreichischen Landeshauptstadt statt. Seit Jänner 2026 gibt es am Kepler Universitätsklinikum eine Gewaltambulanz. Sie ist werktags von 7 bis 15 Uhr geöffnet – exklusive Mittwochsdiensten.
Auslöser für die Kundgebung war der Fall der trans Frau Viola. Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung wurde sie in zwei Linzer Krankenhäusern abgewiesen und erst im dritten versorgt. Sie wandte sich an das MOMENT Magazin und machte ihren Fall öffentlich. Was darauf folgte: Transfeindlichkeit, Schuldzuweisungen und eine Verschiebung der Debatte.
Bereits 2025 setzte sich Didem Wenger, Juristin und Organisatorin der Kundgebung, mit einer Petition für eine Gewaltambulanz in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ein. Als Vorbilder dienten andere österreichische Städte wie Wien, Graz oder Innsbruck, in denen entsprechende Strukturen bereits existieren.
Mehr über die Petition und die Entwicklungen rund um eine Gewaltambulanz könnt ihr in dieser FROzine-Sendung aus dem Jahr 2025 nachhören.
Notrufnummern:
- Frauenhelpline: 0800 222 555
- Gewaltschutzzentrum OÖ: 0732 60 77 60
- Männerinfo: 0800 400 777
- Helpchat: www.haltdergewalt.at
Urban Nature Quest 2026
Der Naturschutzbund Österreich ruft vom 18. bis 21. September dazu auf, im städtischen Gebiet Flora und Fauna zu beobachten. Egal ob im Garten, am Balkon oder am Straßenrand, Bürger*innen sollen Fotos von Tieren und Pflanzen machen, die ihnen im Alltag begegnen. Diese Aktion ist ein sogenanntes Citizen Science Projekt. Bei diesen werden Bürger*innen zu Hobbywissenschaftler*innen und sammeln Daten, die von Expert*innen ausgewertet werden.

Bei der Urban Nature Quest sollen anhand der Fotos die Vielfalt im Stadtgebiet erforscht werden. Welche Pflanzenarten sind oft vertreten und welche davon sind unter Umständen invasive Arten? Im urbanen Raum gibt es eine große Artenvielfalt, wobei Gärten eine große Rolle spielen können. Gut angelegt, können sie Lebensraum bieten oder sogenannte Grünbrücken bilden, erklärt Carolina Trcka-Rojas, Ökologin vom Naturschutzbund Österreich. Diese Brücken helfen Tieren dabei, Wege sicherer zurückzulegen. So könnten Straßen, und somit Autos, vermieden werden.
Ebenfalls wichtig zu beachten sei, dass weniger mehr ist. Das Gras höher stehen lassen, nicht alles, was für uns Menschen „Unkraut“ ist, entfernen, Laub in einer Ecke des Gartens einfach liegen lassen – ein bisschen faulsein hilft der Natur! Tiere finden Futter und Lebensraum in einer Umgebung, die immer weniger Platz bietet und durch den Klimawandel auch widriger wird.
Alle Informationen, wie man bei der Urban Nature Quest teilnehmen kann und was alles beobachtet werden soll, findet man hier.









