Graffiti zwischen Rebellion, Kunst, Stadtgestaltung und Recht: Impulsvortrag und Podiumsgespräch beim 117WÆNDE-Festival in Graz.
Wer bestimmt, wie unsere Stadt aussieht? Warum wird über bemalte Wände heftig gestritten, während Werbung selbstverständlich ihren Platz im öffentlichen Raum bekommt? Und welche Möglichkeiten haben Stadtbewohner, ihre Umgebung selbst mitzugestalten?
Nach der Begrüßung mit Ella Laaha und Florian Perl vom Festivalteam führt der Kunsthistoriker und Graffiti-Dokumentar Stefan Wogrin in die Graffiti-Geschichte von Graz ein. Sein Impulsvortrag „Auch in Graz wird jetzt gesprüht“ greift eine Zeitungsüberschrift aus dem Jahr 1984 auf. Er erzählt vom Besuch New Yorker Graffiti-Künstler, von frühen lokalen Akteuren und der Entwicklung einer eigenen Grazer Szene.
Anschließend diskutieren die Künstlerin und Illustratorin Nadine Werjant, der Grazer Altstadtanwalt Dr. Rainer Beck, Stefan Wogrin und der Architekt Dominik Weißenegger mit dem Publikum. Es geht um künstlerische Freiheit, Eigentumsrechte und die Aneignung des öffentlichen Raums, um mehr legale Graffiti-Flächen in Graz und die Vergänglichkeit von Wandbildern. Auch die Frage, ob Kunst gefallen muss, sorgt für Diskussion.
Durch die Veranstaltung führt Franziska Schruth vom StadtLABOR / Stadtteilmanagement vor.ort.
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Bildbeispiele und Hintergründe zum Vortrag
Die im Vortrag gezeigten historischen Fotos können aus Bildrechtsgründen nicht online zur Verfügung gestellt werden. Die folgenden Links bieten ergänzende Bilder und Informationen; sie entsprechen nicht durchgehend den gezeigten Vortragsbildern.
- Graffiti aus Graz: Den Graz-Ordner im Spraycity-Onlinearchiv hat uns Stefan selbst zum Weiterstöbern empfohlen. Spraycity ist ein von ihm gegründetes Graffiti-Fotoarchiv, das auch Ansichten längst übermalter oder verschwundener Werke bewahrt.
- PHASE 2, Bubble Letters und die Wiener Straßenbahn: Eine historische Bildergalerie zu PHASE 2 zeigt seine Schriftzüge und dokumentiert den Wien-Besuch der New Yorker Graffiti-Künstler samt bemalter Straßenbahn. Hinweis: Die Abschnittsüberschrift nennt abweichend 1986, der zugehörige Text datiert den Besuch auf 1984.
- Tags und Throw-ups: Beispiel und Begriffserklärungen aus New York, auf Englisch.
- Wildstyle: Ein Piece von VIEK in Detroit als ergänzendes Beispiel für verschlungene, ineinandergreifende Buchstaben.
- Zum Weiterlesen: „Graffiti Wien #1 (1984–1999)“, herausgegeben von Maike Hettinger und Stefan Wogrin.
Aufgenommen am: 18. September 2026, beim Raum117, Waagner-Biro-Straße 117, Graz
Aufnahme und An-/Abmoderation: Mevi und Lukas
Redaktion und Bearbeitung: Lilly Jagl
Bild: © Prismaundkante
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Musik im Beitrag: NASTEA_NASE(amBEAT) – Puls











