Dunkles Erinnern: Gesichter gegen das Vergessen

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Liebe Hörer:innen,
heute hört ihr einen Beitrag über eine Zeit, die niemals in Vergessenheit geraten darf – und über die Gesichter von Kindern und Jugendlichen, die vom nationalsozialistischen Regime verfolgt und ermordet wurden.

Am 12. Juni fand an der Universität Graz die multimediale Buchpräsentation „Dunkles Erinnern“ statt. Im Mittelpunkt stand das Kunstprojekt „Zeichnen gegen das Vergessen“ des Kärntner Malers Manfred Bockelmann. Seit vielen Jahren zeichnet er anhand historischer Fotografien großformatige Kohleporträts von Kindern und Jugendlichen, die dem nationalsozialistischen Terror zum Opfer fielen. Seine Bilder geben einigen von ihnen ein Gesicht und holen sie aus der Anonymität der Opferzahlen zurück.

Der Historiker und Autor Heiner Hammerschlag stellte das dazu entstandene Buch „Dunkles Erinnern“ vor. Die Rechtswissenschaftlerin Beatrice Sommerauer führte durch den Abend und zeigte auf, wie Jüdinnen und Juden während der NS-Zeit Schritt für Schritt entrechtet wurden – und wie Unrecht mithilfe von Gesetzen legitimiert werden konnte.

Wie können Kunst, historische Forschung und rechtliche Aufarbeitung dazu beitragen, Erinnerung lebendig zu halten? Und was erzählen uns die Blicke der porträtierten Kinder, auch Jahrzehnte später noch?

Hört rein in einen Beitrag über Erinnerung, Verantwortung und die Notwendigkeit, niemals wegzusehen.

Ein Beitrag von Mevlida Bejdić.

Bild im Beitrag: (c) Manfred Bockelmann

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