đïžRadio FRO 105.0 MHz & Studio Enns Redaktion Mentale StĂ€rke, Druck im Spitzensport & der Mut zum Aufstehen nach existenziellen Lebenskrisen
Mentale StÀrke, Druck im Spitzensport & der Mut zum Aufstehen nach existenziellen Lebenskrisen
AusfĂŒhrlicher Sendungsbericht, Tiefeninterview-Reflexion und Praxis-Kompendium zur Radiabled-Ausstrahlung mit Ex-Volleyball-Nationalspieler, Mentaltrainer und Buchautor Philipp Kroiss.
- Sendereihe: Radiabled / No Handicap auf Radio FRO 105.0 MHz (Sendetag: 4. Dienstag im Monat um 19:00 Uhr)
- Redaktionsleitung & Regie: Harald Bachlmayr (Studio Enns)
- Im Studio am Mikrofon: Harald, Mario, Silke, Andreas, Lukas & Technikerin Michi
- Studiogast: Philipp Kroiss (ehem. Volleyball-Nationalteamspieler, 173 LĂ€nderspiele, Mentaltrainer & Lebensberater i.A.)
- CBA Medienarchiv (Sendung in voller LÀnge nachhören): https://cba.media/798129 (die letzte Sendung)
- SendeankĂŒndigung & Updates: studioenns.eu/sendungsankuendigung/
- Radio FRO Sendungsportal: fro.at/sendungen/radiabled/
Wichtiger redaktioneller Hinweis & Triggerwarnung
Dieser Beitrag und die verlinkte Radiosendung thematisieren neben mentalen Trainingsmethoden im Leistungssport auch schwere SchicksalsschlÀge, schwere Gewalttaten innerhalb der Familie, den Verlust von Angehörigen sowie Suizidversuche und psychische Extremsituationen. Die offenen Schilderungen können emotional belastend und retraumatisierend wirken.
Empfehlung der Redaktion: FĂŒr Kinder und jĂŒngere Jugendliche ist dieser Beitrag nicht geeignet. Wir raten Jugendlichen und sensiblen Personen dringend, die Sendung nur im Beisein, in RĂŒcksprache oder gemeinsam mit erwachsenen Vertrauenspersonen anzuhören. Bitte entscheide eigenverantwortlich, ob und in welchem Rahmen du diese Inhalte konsumierst.
Kostenlose & vertrauliche Hilfsangebote in Krisensituationen (Ăsterreich):
- Telefonseelsorge Ăsterreich: Notruf 142 (kostenlos, 24 Stunden tĂ€glich erreichbar, vertraulich & anonym)
- Krisenhilfe Oberösterreich: 0732 / 21 77 (Rund um die Uhr kompetente Hilfe in akuten Krisen)
- Rat auf Draht (fĂŒr Kinder, Jugendliche & deren Bezugspersonen): Notruf 147 (kostenlos ohne Vorwahl, auch per Online-Beratung)
- Verein âBleib bei unsâ (Hilfe fĂŒr Angehörige nach Suizid / Trauerbegleitung OĂ): Information & Selbsthilfe unter Sendungsprojekt Bleib bei uns
- Gewaltschutzzentrum Oberösterreich: 0732 / 60 77 60
- Sozialpsychiatrische Ambulanzen & Notdienste der Region: Rettung 144 oder Euro-Notruf 112
Das Freie Radio zeichnet sich dadurch aus, dass es RĂ€ume öffnet, an denen der kommerzielle Rundfunk und die Hochglanzmedien hĂ€ufig scheitern. WĂ€hrend Mainstream-Sender Sportlerinnen und Sportler oft nur dann ins Rampenlicht zerren, wenn Medaillen glĂ€nzen oder knackige Schlagzeilen Quote versprechen, verfolgt die Sendereihe Radiabled / No Handicap auf Radio FRO 105.0 MHz seit Jahren einen radikal anderen Weg: Wir stellen den ungeschminkten Menschen, seine Biographie, seine HĂŒrden, aber auch seine innere Widerstandskraft in den Mittelpunkt.In der aktuellen Ausgabe hatten Moderator Harald Bachlmayr und das Studio-Team â bestehend aus Mario, Silke, Andreas, Lukas und Regietechnikerin Michi â einen ganz besonderen Gast am Mikrofon: Philipp Kroiss, gebĂŒrtiger Ennser, ehemaliger Volleyball-Nationalspieler Ăsterreichs mit ĂŒber 170 LĂ€nderspielen, international erfahrener Profiathleth in den stĂ€rksten europĂ€ischen Ligen (Frankreich, Belgien, RumĂ€nien, Schweiz) und heute als diplomierter Mentaltrainer, Buchautor und angehender Lebens- und Sozialberater tĂ€tig.
Was als fundierter Fachaustausch ĂŒber Leistungsdruck, Athleten-Mindset und Nervenflattern im Finale begann, entwickelte sich im Verlauf der einstĂŒndigen Live-Sendung zu einem berĂŒhrenden, tiefgehenden Zeitdokument. Es zeigte sich in schonungsloser Klarheit: Mentale StĂ€rke ist kein Zaubermittel, um Probleme wegzulĂ€cheln. Sie ist vielmehr ein mĂŒhsam erarbeitetes Handwerkzeug, um in dunklen Stunden nicht den Boden unter den FĂŒĂen zu verlieren, wenn das Schicksal mit voller HĂ€rte zuschlĂ€gt.
Die sportliche Vita von Philipp Kroiss liest sich auf dem Papier wie eine Bilderbuchkarriere: Mit sieben Jahren entdeckte er seine Leidenschaft fĂŒr den Volleyballsport, mit gerade einmal 15 Jahren stand er bereits in der ersten österreichischen Bundesliga auf dem Feld. Es folgten zwei Jahrzehnte als Vollprofi, 15 Jahre im Ausland auf allerhöchstem europĂ€ischem Niveau sowie 173 EinsĂ€tze fĂŒr das österreichische Nationalteam. Doch hinter diesen beeindruckenden Zahlen verbirgt sich eine RealitĂ€t, ĂŒber die im Spitzensport nur selten gesprochen wird.Auf die Einstiegsfrage von Mario, was die eigentliche Motivation war, sich der mentalen Arbeit zuzuwenden, fand Philipp im Studio bemerkenswert ehrliche Worte:
âIch war mit 15 schon sehr gut und in der Bundesliga, aber ich war mental damals sicher nicht der Beste. Ich bin oft als âzu weichâ abgestempelt worden. In entscheidenden Phasen habe ich die Nerven weggeschmissen. Erst als mir mein damaliger Trainer mit 17 Jahren ein Buch ĂŒber Mentaltraining in die Hand gedrĂŒckt hat, habe ich verstanden, dass der Kopf ein Muskel ist, den man gezielt trainieren kann.â
Dieser Moment markierte den Wendepunkt. Philipp begriff frĂŒh, dass Talent, Athletik und Balltechnik zwar die Eintrittskarte in den Profibereich darstellen, aber auf dem Spielfeld letztlich der Kopf darĂŒber entscheidet, wer unter extremem Stress seine Bestleistung abrufen kann und wer unter der Last der Erwartungen zusammenbricht.
Im GesprÀch mit dem Team kristallisierte sich heraus, wie klassisches Mentaltraining in der modernen Trainingslehre verankert sein sollte. Philipp gliedert die athletische Entwicklung in drei gleichwertige SÀulen:
- Technik-Training: Das Erlernen und Perfektionieren sportspezifischer BewegungsablĂ€ufe, BallgefĂŒhls und taktischer Grundlagen.
- Kondition & Athletik: Physische Belastbarkeit, Kraft, Schnelligkeit und VerletzungsprÀvention.
- Mentale Fitness & Kognition: Emotionsregulation, Aufmerksamkeitslenkung, Resilienz bei RĂŒckstĂ€nden und das BewĂ€ltigen von VersagensĂ€ngsten vor groĂem Publikum.
Studiokollege Andreas warf hierbei treffend ein, ob der Kopf nicht letztlich der einzige wirkliche Unterscheidungsfaktor sei, sobald man die oberste Leistungsspitze betrachtet. Denn dort sind alle Athleten physisch austrainiert und beherrschen ihr Handwerk nahezu fehlerfrei. Philipp bestÀtigte dies uneingeschrÀnkt:
Wenn zwei Mannschaften mit identischem Trainingspensum und Ă€hnlichem Budget aufeinandertreffen, gewinnt nicht zwingend die Mannschaft mit der schöneren Technik, sondern jene, die im fĂŒnften Satz beim Stand von 23:23 trotz kreischender Fanblöcke die innere Ruhe bewahrt. Genau hier setzt gezieltes Mentaltraining an: Es liefert Techniken wie Visualisierung, strukturierte Selbstdialoge und Atemregulation, um das vegetative Nervensystem aus der Schockstarre zu holen.
Einer der aufschlussreichsten Momente der Sendung war die Entmystifizierung des Profi-Alltags. Viele Menschen verbinden mit dem Leben eines Profisportlers Ruhm, Reisen, Applaus und finanzielle Sorglosigkeit. Die RealitĂ€t hinter den Kulissen sieht jedoch oft dĂŒster aus.Philipp berichtete offen ĂŒber die jahrelange Isolation im Ausland. Acht Jahre lang stand er in Frankreich unter Vertrag, spielte vor tausenden Zuschauern â und saĂ danach oft allein in einer fremden Wohnung, fernab von Freunden und Familie. Hinzu kommt eine Kultur des Schweigens, die im Leistungssport bis heute tief verankert ist:
âIch habe fast 15 Jahre lang verheimlicht, wie intensiv ich mich mit Mentaltraining beschĂ€ftige. Warum? Weil man in der Kabine sofort als SchwĂ€chling oder âPsychoâ abgestempelt wurde, wenn man gesagt hat, man arbeitet an seinem Geist. Du musstest immer der unerschĂŒtterliche Gockel sein, an dem alles abprallt.â
Dieses âHarte-Kerle-Dogmaâ fĂŒhrt dazu, dass viele Sportlerinnen und Sportler ihre Ăngste, Schlafstörungen und Ăberlastungssymptome jahrelang herunterschlucken, anstatt rechtzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dass sich heute immer mehr Top-Athleten wie Simone Biles oder Naomi Osaka öffentlich zu ihren mentalen Krisen bekennen, sei ein wichtiger Schritt, doch an der Basis â insbesondere im Jugendbereich â herrsche weiterhin enormer AufklĂ€rungsbedarf.
Ein zentraler Schwerpunkt der Studio-Diskussion drehte sich um das oft unterschĂ€tzte Trauma des Karriereendes. Wer 20 bis 30 Jahre lang in einem fest durchgetakteten Rhythmus aus Aufstehen, zwei Trainingseinheiten pro Tag, taktischen Besprechungen und Wochenendspielen gelebt hat, fĂ€llt nach dem RĂŒcktritt in ein tiefes existenzielles Loch.Harald und Andreas brachten diesen Umstand mit treffenden Fragen auf den Punkt: Was passiert mit dem Dopaminspiegel? Woher holt man die BestĂ€tigung, wenn plötzlich niemand mehr klatscht? Philipp verglich diesen Ăbergang treffend mit einem chemischen und sozialen Entzug:
- Verlust des Dopamin-Kicks: Im Wettkampf schĂŒttet der Körper unter Adrenalin und vor tausenden Fans massive Mengen an GlĂŒckshormonen aus. FĂ€llt dieser Reiz von einem Tag auf den anderen weg, reagiert das Gehirn mit Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit.
- Verlust des sozialen GefĂŒges: Als Mannschaftssportler verbringt man mehr Zeit mit Teamkollegen als mit der eigenen Familie. Nach dem Karriereende bricht dieses Netz schlagartig weg; man sitzt plötzlich allein im Wohnzimmer.
- Struktur-Vakuum: Wenn der Verein nicht mehr vorgibt, wann man isst, schlÀft und trainiert, muss der gesamte Alltag völlig neu erfunden werden.
Philipp betonte, wie essenziell es ist, dass Sportler bereits wĂ€hrend ihrer aktiven Laufbahn eine zweite IdentitĂ€t aufbauen â sei es durch Ausbildungen, das Schreiben von BĂŒchern oder unternehmerische Projekte â, um nach dem Abpfiff nicht in die sprichwörtliche Leere zu stĂŒrzen.
Der emotional anspruchsvollste und zugleich bewegendste Teil der Sendung berĂŒhrte Philipps persönliche Biographie. Vor rund einem Jahr, im Herbst 2025, ereilte ihn und seine Familie eine unfassbare Tragödie, die medial kurzzeitig fĂŒr groĂes Aufsehen sorgte: Ein schwerer familiĂ€rer Gewaltakt riss ihm auf tragischste Weise seine Mutter und seinen Bruder aus dem Leben, wĂ€hrend der Vater nach einem Suizidversuch schwer verletzt ĂŒberlebte.Die Redaktion von Studio Enns und Radio FRO hatte im Vorfeld im Regieplan klar vereinbart, diese Thematik mit gröĂtem Respekt und Ă€uĂerster SensibilitĂ€t zu behandeln. Philipp selbst bestimmte die Tiefe seiner Schilderungen vollkommen frei. Seine Worte im Studio zeugten von einer tiefen, fast ehrfurchtgebietenden Reife:
âWenn du in einem Finale stehst und um die Meisterschaft spielst, glaubst du, das ist das Wichtigste auf der Welt. Aber auf ein Ereignis, bei dem du von einer Sekunde auf die andere fast deine gesamte Familie auf so verstörende Weise verlierst, kann dich kein Mentaltraining der Welt vorbereiten. Da nĂŒtzt kein Lehrbuch.â
Und dennoch, so erklĂ€rte Philipp weiter, haben ihm bestimmte Mechanismen aus seiner sportlichen Vergangenheit geholfen, in den dunkelsten Stunden nicht vollends den Verstand zu verlieren: die FĂ€higkeit zur Aufmerksamkeitslenkung. Wenn existenzielle Panik, Trauer und Ohnmacht ĂŒberhandnehmen, besteht die einzige Ăberlebensstrategie darin, die Gedanken radikal auf das Hier und Jetzt zu fokussieren â auf den nĂ€chsten Atemzug, den nĂ€chsten Schritt, das nĂ€chste Glas Wasser â und sich nicht in endlosen âWarumâ-Fragen zu verlieren, auf die es keine rationale Antwort gibt.
Harald wies in diesem Zusammenhang auf die unschĂ€tzbare Arbeit von regionalen Hilfsorganisationen hin, insbesondere auf den oberösterreichischen Verein âBleib bei unsâ, der Hinterbliebene nach traumatischen Verlusten und SuizidfĂ€llen begleitet. Ein Thema, das in unserer Gesellschaft noch immer tabuisiert wird, obwohl professionelle Trauerbegleitung oft der einzige Rettungsanker vor dem seelischen Zusammenbruch ist.
Da die Sendereihe Radiabled den Schwerpunkt auf Barrierefreiheit und gleichberechtigte Teilhabe legt, lenkte Moderatorin Silke das GesprĂ€ch auf Philipps Bruder Nick, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde und in Enns aufgewachsen war.Die Erinnerungen, die Philipp an seinen Bruder teilte, berĂŒhrten das gesamte Studio-Team zutiefst:
- Ungefilterte Lebensfreude: Nick besaĂ die seltene Gabe, Menschen mit seiner Herzlichkeit sofort fĂŒr sich einzunehmen. Er lebte im absoluten Hier und Jetzt â frei von den zermĂŒrbenden Zukunftssorgen, unter denen die meisten sogenannten âgesundenâ Menschen leiden.
- Der Wert von Integrationsklassen: Philipp betonte, wie wertvoll es fĂŒr die gesamte Gemeinschaft war, dass Nick in Enns ganz regulĂ€r die Integrationsklasse der Volks- und Hauptschule besuchte. Kinder lernen dadurch von klein auf ganz selbstverstĂ€ndlich, dass Anderssein normal ist.
- Erfahrungen am Arbeitsmarkt: Nick arbeitete spĂ€ter erfolgreich in geschĂŒtzten WerkstĂ€tten und zeigte, wie viel Potenzial in Menschen mit BeeintrĂ€chtigung steckt, wenn ihnen Gesellschaft und Betriebe eine faire Chance geben.
Auf die Frage von Silke und Harald, wie gut Menschen mit Behinderungen heute in Ăsterreich tatsĂ€chlich integriert sind, entwickelte sich eine kritische Diskussion: Andreas und Harald gaben zu bedenken, dass Ăsterreich trotz der UN-Behindertenrechtskonvention noch meilenweit von echter Inklusion entfernt ist. Noch immer scheitert es an bĂŒrokratischen HĂŒrden, unzureichend finanzierten persönlichen Assistenzen und dem zögerlichen politischen Willen, inklusive Bildung und barrierefreies Wohnen flĂ€chendeckend zur Pflicht zu machen.
Im weiteren Verlauf der Sendung ging Mario der Frage nach, welche Rolle das aktive Zuhören in der Praxis eines Mentaltrainers und Lebensberaters spielt. In einer Zeit, in der soziale Medien von selbsternannten Motivationsgurus ĂŒberschwemmt werden, die schnelle Patentrezepte fĂŒr Reichtum und ewiges GlĂŒck versprechen, plĂ€dierte Philipp fĂŒr Demut und professionelle ZurĂŒckhaltung:Echtes Mentaltraining beginnt nicht mit schlauen RatschlĂ€gen oder motivierenden Durchhalteparolen. Es beginnt damit, dem GegenĂŒber den Raum zu geben, sich alles von der Seele zu reden â ohne Unterbrechung, ohne vorgefertigte Schablone und vor allem ohne Wertung. Erst wenn ein Klient spĂŒrt, dass er in seiner SchwĂ€che und seinen Zweifeln vollstĂ€ndig angenommen wird, kann die eigentliche methodische Arbeit beginnen.
Harald ergĂ€nzte dies mit seinen Erfahrungen aus der Studio Enns Radioproduktion: Auch beim Interviewen und Gestalten von Sendungen ist das Zuhören die wichtigste journalistische Tugend. Nur wer dem Gast echten Respekt entgegenbringt, entlockt ihm die authentischen, bewegenden Geschichten, die Hörerinnen und Hörer berĂŒhren.
Neben seiner Arbeit als Coach ist Philipp Kroiss mittlerweile auch erfolgreicher Buchautor. Im Studio stellte er seine beiden aktuellen Werke vor, die im Buchhandel und auf Amazon erhÀltlich sind:
- Buch 1: Mentale StĂ€rke im Sport: Ein praxisnaher Ratgeber fĂŒr Athleten, Trainer und ambitionierte Sportler, der verstĂ€ndlich erklĂ€rt, wie man kognitive Blockaden löst, mit Druck umgeht und Routinen fĂŒr den Wettkampftag etabliert.
- Buch 2: Die Volleyball-Biografie & Anekdoten: Ein persönlicher RĂŒckblick auf 30 Jahre Volleyball-Leidenschaft, gespickt mit spannenden Geschichten aus den europĂ€ischen Top-Ligen und dem Alltag eines Nationalspielers.
FĂŒr Philipp war das FĂŒhren von TrainingstagebĂŒchern und das spĂ€tere Verfassen von BĂŒchern nicht nur Wissensvermittlung, sondern auch eine Form der Selbsttherapie. Gedanken auf Papier zu bringen zwingt das Gehirn dazu, diffuse Ăngste und GefĂŒhle zu ordnen, zu strukturieren und aus einer gesunden Distanz zu betrachten.
Zum Abschluss der Sendung bat Harald seinen Studiogast um einen zentralen Leitsatz, den er den Hörerinnen und Hörern von Radio FRO und Studio Enns fĂŒr ihren Alltag mitgeben möchte. Philipp formulierte eine Erkenntnis, die so simpel klingt und doch das Fundament jeder psychischen Gesundheit bildet:
âGlaub nicht alles, was du denkst!â
Unser Gehirn produziert tĂ€glich zehntausende Gedanken. Viele davon sind pessimistisch, irrational, fremdgesteuert oder von alten Ăngsten geprĂ€gt. Mentale Freiheit beginnt in jenem Moment, in dem wir begreifen: Ein negativer Gedanke ist kein Fakt und keine unabwendbare RealitĂ€t. Wir haben jederzeit die Wahl, schĂ€dliche Gedankenmuster als solche zu entlarven, sie ziehen zu lassen und unseren Fokus bewusst auf das zu lenken, was wir im Hier und Jetzt positiv beeinflussen können.
Die Sendung vom 27. Oktober hat eindrucksvoll bewiesen, wie kraftvoll Freies Radio sein kann, wenn ehrliche Fragen, empathische Moderation und ein mutiger Studiogast aufeinandertreffen. Das gesamte Team von Studio Enns dankt Philipp Kroiss fĂŒr seine Offenheit, seine Kraft und seinen unermĂŒdlichen Einsatz fĂŒr das Thema mentale Gesundheit.
Redaktionell wurden wir auch von Radiosupermaus unterstĂŒtzt. HierfĂŒrmöchten wir uns wie immer herzlich bedanken.
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