planetarium #57: Der Luchs in Österreich – Thomas Engleder über Biologie, Wiederansiedelung und Spannungsfelder rund um das Wildtier

Podcast
planetarium – Die Sendung der Grünen Bildungswerkstatt OÖ
  • Der Luchs in Österreich
    61:24
audio
27:47 min
Vortrag "Gut leben – Wirtschaft ohne Wachstum"
audio
39:49 min
Über Flucht und Migration in Österreich
audio
1 sati 00 s
planetarium #120: planetarer Frieden
audio
59:59 min
Die Kunst der Ausrede - Vortrag Thomas Brudermann
audio
1 sati 01 s
#119: Von Vorsorge bis Vorfreude: Frauenpensionen & Klimazukunft
audio
18:10 min
Mut, Leichtigkeit und Klimaschutz: Roger Hackstock im Gespräch
audio
28:57 min
Mehr Wissen, mehr Pension für Frauen
audio
1 sati 01 s
#118: Aus Alt mach Neu - Wie Kreislaufwirtschaft unsere Zukunft rettet
audio
1 sati 01 s
planetarium #117: Der Nahostkonflikt aus Sicht der weiblichen Bevölkerung
audio
50:39 min
Das Ende des Kapitalismus - Ulrike Herrmann über "Grünes Schrumpfen"

–> Jingle zum Beitrag

In den letzten Wochen berichteten Medien vom ersten Wolfsnachwuchs seit 100 Jahren auf österreichischen Boden. Am Truppenübungsplatz in Alltentsteig in Niederösterreich wurden junge Wölfe gesichtet. Eine Erfolgsmeldung für Naturschützer und all jene, die in der Rückkehr der drei großen Landraubtiere Bär, Wolf und Luchs eine Bereicherung für die einheimische Artenvielfalt sehen. Jedoch nicht alle Menschen befürworten die Verbreitung dieser Tiere in ihrem eigentlich ursprünglichen Lebensraum. Illegale Tötungen zeigen, dass der Widerstand gegen die Tiere teilweise noch immer sehr groß ist – und dass obwohl Raubtiere eine Schlüsselrolle für die Gesundheit von Ökosystemen spielen.

Diese Ausgabe von planetarium widmet sich dem kleinsten der drei Raubtiere- dem eurasischen Luchs. Das im Volksmund auch als „Meister Pinselohr“ bekannte Tier, ist die größte Raubkatze Europas.

Während noch im Mittelalter der Luchs flächendeckend die Wälder Europas durchstreifte, wurde er mit der zunehmenden Besiedelung durch den Menschen aus seinem natürlichen Lebensraum zurückgedrängt. Im 19 Jahrhundert wurde der Luchs in Mitteleuropa durch den Menschen beinahe vollständig ausgerottet – zu groß war die Konkurrenz um Reh und Nutztiere – zu begehrt der Pelz des Tieres. Der Luchs galt als mordlüstern und hinterlistig. Nachdem der Luchs in unseren Breiten verschwunden war, erfolgten in den 1970er Jahren mehrere Projekte zur Wiederansiedelung. Heute ist der Luchs eine EU-weit streng geschützte Art.

Mag. Thomas Engleder ist Luchsforscher und Koordinator des Luchsprojekts Österreich Nordwest, welches den österreichischen Bestand der Luchspopulation im Böhmerwald behandelt. In der heutigen Sendung spricht er über die Biologie des Luchses, über seine Ausrottung und anschließende Wiederansiedelung in Mitteleuropa und zu den Spannungsfeldern in der sich der Luchs heute befindet.

Links:

Wo der Luchs in Österreich zu sehen ist:

Im Beitrag erwähnt:

 

Komentiraj